Weil am Rhein Abdankungshalle in Startlöchern

Im Gasthaus „Krone“ könnte eine „nette Toilette“ eingerichtet werden. Foto: Marco Fraune Foto: Weiler Zeitung

Betroffen von dem Shutdown ist auch der Märkter Neujahrsempfang, der wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden konnte. Die Neujahrsansprache von Ortsvorsteher Stefan Hofmann findet sich in den heute erscheinenden „Haltinger Mitteilungen“. Diese bietet einen Überblick, aber auch die Forderung, die Anwohner der Rheinstraße vor Lärm besser zu schützen. Und: Märkt könnte eine „nette Toilette“ bekommen.

Von Marco Fraune

Weil am Rhein-Märkt. Die neuen Pächter der Märkter „Krone“, die Eheleute Marie und Eugenio Perini, haben ihre Bereitschaft signalisiert, so das Fehlen einer öffentlichen WC-Anlage aufzufangen, freut sich der Ortsvorsteher. Ebenfalls positiv bewertet Hofmann, dass für die Renovierung der Abdankungs-halle die Entwurfsplanung im Ortschaftsrat abschließend besprochen wurde und Mittel in den Haushalt eingestellt wurden. So könne in diesem Jahr der Bauantrag gestellt werden. „Mit den Arbeiten kann dann begonnen werden.“ Die evangelische Kirchengemeinde hält während der Zeit der Arbeiten ihre Trauerfeiern in der Kirche St. Nikolaus ab.

„Mit großen Bedauern“ habe der Ortschaftsrat hingegen zur Kenntnis genommen, dass in Märkt kein neues Feuerwehrgerätehaus geschaffen werden soll. Wie berichtet, hofft der Ortsvorsteher noch, dass nicht 16 der 18 Märkter Wehrleute austreten, womit die Abteilung aufgelöst werden müsste.

Der Ortschaftsrat wird sich in einer der nächsten öffentlichen Sitzungen auch mit einer beauftragten vierwöchigen Verkehrsmessungen befassen, die dann vorgestellt und beraten werden soll. Denn: „Für den Ortschaftsrat ist die Entlastung der Anwohner der Rheinstraße von den Emissionen des Schwerlastverkehrs ein fortgesetzt wichtiges Anliegen.“ Die Beratungen im vergangenen Jahr ergaben jedoch, dass die gesetzlichen Kriterien des Lärmaktionsplans in Märkt nicht erfüllt werden, um entsprechende Maßnahmen erwirken zu können. Daher soll als Untermauerung des Anliegens die Verkehrszählung Beachtung finden.

Positiv besetzt ist für Hofmann ein anderes Verkehrsthema. So sei mit der Verlängerung der Seitenlinien der Haltinger Straße von Holcim bis zum Ortseingang im vergangenen Jahr ein Bürgeranliegen umgesetzt worden, das insbesondere nachts durch die Reflexion der Linien die Sicherheit der Radführung verbessere.

Obwohl die Pandemie auch in Märkt den Ausfall von vielen Veranstaltungen zur Folge hatte, fanden einige statt. Mit vielen Kindern und Erwachsenen konnte die Aktion „Dorfputz“ des SV Märkt im Frühjahr umgesetzt werden. „Das ist ein weiterer Beleg dafür, dass sich zahlreiche Menschen unseres Dorfes für das Gemeinwohl engagieren.“ Als „ein Trost und Lichtblick“ bezeichnet der Ortsvorsteher angesichts vieler Absagen die Aktion „Frittierte Forellen to go“. „Auch die Boulefreunde haben sich ehrenamtlich eingebracht und in Zusammenarbeit mit der Grün- und Stadtplanung den öffentlichen Bouleplatz renoviert und erweitert.“

Verschiedenen Akteuren spricht Hofmann seinen Dank für deren Wirken aus, dazu zählen neben Verantwortlichen in den Vereinen auch von ihm schon geehrte treue Blutspender.

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