Weil am Rhein Abwägen und priorisieren

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Zu Fuß, und das sicher: Die Abschlussveranstaltung war der vierte und gleichzeitig letzte Teil der Veranstaltungsreihe im Rahmen des „Fußverkehrs-Checks 2022“. Weil am Rhein war unter mehr als 50 Kommunen ausgewählt worden.

Weil am Rhein. Fest steht: In der 3-Länder-Stadt ist die Ausgangssituation vergleichbar mit vielen anderen Kommunen. Allerdings gibt es Besonderheiten und Möglichkeiten, die aufgegriffen werden können, um die Attraktivität und auch die Lebensqualität für die Bürger zu steigern, teilt die Stadt Weil am Rhein in einer Pressemitteilung mit.

Insgesamt haben rund 70 Akteure an den Veranstaltungen dieses Projekts teilgenommen. Anlässlich der beiden Vor-Ort-Begehungen im Innenstadtbereich und der Gartenstadt sowie später in Alt-Weil wurden in Summe rund 130 000 Schritte gegangen oder mit dem Rollstuhl zurückgelegt.

Unter dem Motto „Schritt für Schritt zu Fußverkehrsnetzen“ wurden gemeinsam mit der Bürgerschaft, Gemeinderäten, Vertretern von Verbänden, Jugendparlament, Stadtjugendpflege, der Kinder- und Jugendbeauftragten oder der Abteilung Soziales, Schulen und Sport vielversprechende Lösungen nach reger Diskussion erarbeitet, heißt es.

Bedingungen für Fußgänger sollen verbessert werden

Ziel des „Fußverkehrs-Checks“, der vom Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg mit dem Fachbüro Planersocietät aus Karlsruhe durchgeführt und finanziert wird, ist es einerseits, den Fußverkehr in Politik und Verwaltung wieder als eigenständige und wichtige Mobilitätsform ins Bewusstsein zu rücken, andererseits sollen die Bedingungen für Fußgänger vor Ort konkret verbessert werden.

Laut Stadt haben sich folgende Schwerpunkte herauskristallisiert: das Sanierungsgebiet Alt-Weil – Umgestaltung der Hauptstraße/Hinterdorfstraße, Aufwertung von Querungsmöglichkeiten, Absenkung von Bordsteinkanten an Knotenpunkten, Aufwertung des Umfelds der S-Bahnhaltestelle „Weil am Rhein-Ost“ und des Bereichs um das Alte Rathaus mit dem historischen Brunnen – und der Innenstadtbereich (Hauptstraße) – Prüfung der Barrierefreiheit, Gewährleistung der Sichtbezüge an Querungen, durchgehende Gehwege zum Flanieren und Entdecken.

Wichtige Erkenntnisse liefert der „Fußverkehrs-Check 2022“ auch im Hinblick auf die „Kinderfreundliche Kommune“ – insbesondere in den Bereichen sicherer Schulweg und Schaffung qualitativ hochwertiger Spielflächen im öffentlichen Raum.

Einschränkungen der Barrierefreiheit durch Pflastersteine – wie auf dem Lindenplatz – die durch Baumwurzeln verursachten Unebenheiten – etwa in der Gartenstadt – oder die hohen Bordsteinkanten an Knotenpunkten sind wiederkehrende Elemente, denen ebenfalls die Aufmerksamkeit gilt.

Problemstellen werden abgewogen und priorisiert

Die Ergebnisse sind bekannt. Wie geht es nun weiter? Die von den involvierten Akteuren angeregten Handlungsschwerpunkte und Problemstellen werden nun von der Stadtverwaltung abgewogen und priorisiert. Gemeinsam mit den Erkenntnissen der Spielleitplanung werden dann Maßnahmen zur Realisierung ausgewählt. Für einen Teil der Maßnahmen stehen unterschiedliche Förderprogramme zur Verfügung, teilt die Stadt mit.

Schon jetzt wird deutlich, dass es einen Maßnahmenmix zwischen kurzfristig und einfach zu realisierenden Punkten, wie das Absenken von Bordsteinkanten, und aufwändigeren Maßnahmen, beispielsweise das Planen von zusammenhängenden Achsen mit ausstrahlender Wirkung, geben wird. Zunächst aber wird der Abschlussbericht mit all seinen zentralen Ergebnissen vom Fachbüro im Frühjahr 2023 im Gemeinderat vorgestellt und beraten, heißt es in der Pressemitteilung.

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