Weil am Rhein Als Dorfwirtschaft und Generationentreff etablieren

Die „Krone“ in Märkt ist geschlossen. Der Neustart erfolgt mit einem neuen Pächter. Foto: Fraune Foto: Weiler Zeitung

Weil am Rhein-Märkt (mcf). Das Traditionsgasthaus „Krone“ in Märkt ist seit dem Corona-Shutdown Mitte März geschlossen. Hinter den Kulissen hat sich aber einiges getan. Die bisherige Pächterin Corina Berberich zog es zurück zur Brauereigaststätte „Lasser“ in Lörrach. Die Nachfolge im Herzen von Märkt steht derweil fest: Die Eheleute Marie und Eugenio Perini übernehmen – mit klarer Fokussierung auf die Bürger in Märkt und Eimeldingen.

„Wir wollen ein gutbürgerliches Restaurant bieten“, erklärt Eugenio Perini im Gespräch mit unserer Zeitung. Wichtig sei ihm, dass die Preise nicht an der Grenzlage zur Schweiz orientiert sind, sondern der Maxime „bezahlbar“ folgen. „Jeder soll es sich leisten können.“ Der Fokus liege darauf, eine Dorfwirtschaft zu bieten, die zugleich ein Generationentreff ist. „So, wie es schon einmal war.“ Von jungen Leuten bis zu den Senioren und auch den Stammtischbesuchern seien alle willkommen. Denn genau die Dorfgemeinschaft gelte es, wieder zu aktivieren. „Das Miteinander möchte ich wiederbeleben.“ Zielrichtung sei, das Haus in die Spur zu bringen, in der es die Familie Hagist über 134 Jahre hatte.

Der 31-jährige Eugenio Perini kennt die Räume bereits bestens. Schließlich war er zuvor als Koch bei seiner Pächter-Vorgängerin beschäftigt. Davor hat er in renommierten Restaurants den Kochlöffel geschwungen und in Hotels gearbeitet. Seine Frau ist ebenfalls mit dem Metier vertraut, da sie als Restaurantfachfrau wirkte. Gemeinsam wollen sie gute Markgräfler Küche bieten, angereichert mit guten Markgräfler Weinen.

Noch steht kein Eröffnungsdatum fest. Doch die Öffnungszeiten wurden bereits definiert. Montags bis freitags ist mittags und abends, am Samstag nur abends geöffnet – und am Sonntag steht der Ruhetag an. „Ich will auch ein Familienleben.“ Gemeinsam hat das Paar eine ein Jahr alte Tochter.

Neustart mit Hotel

Insgesamt stehen 60 Sitzplätze in der Gaststätte zur Verfügung sowie ein großer Biergarten („Kastaniengarten“). Hinzu kommen eigentlich zehn Hotelzimmer, von denen nach aktueller Sanierung acht übrig bleiben.

Auch insgesamt will das Paar das Gasthaus weiter in Schuss bringen. Neben dieser laufenden Renovierungsphase hat sich der neue Pächter schon mit dem Corona-Hygienekonzept befasst. Eine Gaststätte in der Pandemie zu übernehmen und neu zu starten, sieht der neue Pächter nicht als Problem, sondern als Herausforderung an. „Man muss die Zeit nutzen“, seien damit auch Chancen verbunden. Er bedauert aber, dass die Politik die Gastronomie zu wenig unterstütze. „Doch wir nehmen die Herausforderung aus Leidenschaft an.“

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