Weil am Rhein Altrheinhalle weiter undicht

„Man weiß nicht, wo das Wasser reingeht, aber wo es rausläuft“, erkärte Ortschaftsrat Rolf Rung. Foto: Weiler Zeitung

Weil am Rhein-Märkt - Für den Haushalt 2022 hat der Ortschaftsrat eine Projektliste für den Stadtteil Märkt erstellt. Darin enthalten sind vorwiegend anstehende Unterhaltungsarbeiten. „Es sind Wünsche, die getan werden müssen – früher oder später“, sagte Ortsvorsteher Michael Hofmann. Neue Wildblumenwiesen sollen ebenfalls entstehen.

Froh zeigte sich Hofmann am Mittwochabend, dass die Sanierung der Abdankungshalle nun von der Liste verschwindet, da dieser Wunsch bald in Erfüllung geht. Die Mittel habe der Gemeinderat freigegeben und im nächsten Schritt könne es nun bald losgehen.

Nasse Altrheinhalle

Auf der Projektliste der Märkter steht aber noch ein weiteres zentrales Gebäude, die mittlerweile über 25 Jahre alte Altrheinhalle. Diese weist Undichtigkeiten auf. Hofmann bittet die Stadt dringend darum, das anzugehen und die Ursachen zu beseitigen. Nicht nur im Foyer, sondern auch in der Halle laufe Wasser rein, ergänzte Ortschaftsrätin Diana Kasper.

Rolf Rung weiß aus seiner langjährigen Ratstätigkeit und der Zeit als Ortsvorsteher, dass schon seit rund 20 Jahren mehrere Dachfirmen beauftragt wurden. „Man weiß nicht, wo das Wasser reingeht, aber wo es rausläuft.“ Offenbar seien die Ziegel zu kurz, was bei Starkregen zum Eindringen der Wassers führe.

Verdreckte Spielgeräte

Mit anderen Problemen müssen Erzieherinnen im Kindergarten St. Nikolaus in Märkt kämpfen. Sowohl die pensionierte als auch die neue Leitung hätten erklärt, dass seit der Inbetriebnahme der neuen Gas-Heizung das Fenster des Lagerraums offen bleiben müsse, womit dann als Folge die Spielgeräte verdrecken.

Als mögliche Lösung zeichnet sich hier ab, dass ein zwölf Quadratmeter großer Raum, in dem ein nicht mehr benötigter Öltank steht, freigeräumt und für die Ausstattung genutzt werden kann.

Ein neuer Weidling

Eine Besonderheit bildet in Märkt die Historie als altes Fischerdorf. Daran erinnerte auf dem Dorfplatz an der Rheinstraße gegenüber dem Rathaus ein Weidling, der als Werkzeug für den Fischfang diente. Und das an historischer Stelle, da in früheren Zeiten dort noch bis zur „Krone“ der Altrhein verlief. Beim Weidling guckten jedoch schon die Nägel heraus und weder der Betriebshof noch eine Schreinerei konnten das frühere Boot retten. Es musste entsorgt werden.

In der Sitzung rief Hofmann auf: Wenn Personen wissen, wo es noch einen nicht genutzten Weidling gibt, sollen sie sich melden. So könne dieser dann für wenig Geld hergerichtet werden.

Neue Wildblumenwiesen

Der Zielrichtung folgend, dass Märkt grüner werden soll, stehen noch Wildblumenwiesen auf der Liste. Dabei geht es nicht nur um die Optik, sondern auch um Artenvielfalt und Lebensräume für Tiere, so Hofmann. Am östlichen Ortsausgang in Richtung Eimeldingen sowie am ehemaligen Friedhof um die Kirche herum seien mögliche Fläche. Diese und weitere sollen auf ihre Tauglichkeit hin geprüft werden.

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