Weil am Rhein Anwohner sollen zur Kasse gebeten werden

Die Güterstraßenbrücke muss erneuert werden. Foto: Marco Fraune Foto: Weiler Zeitung

Weil am Rhein-Haltingen (mcf). Der geplante Neubau der Brücke Güterstraße ist mit lauten Nebengeräuschen versehen. Nachdem schon in der Bürgerfragestunde im Ortschaftsrat sich Vertreter der Eigentümergemeinschaft der Güterstraße und Brückenstraße zu Wort gemeldeten hatten, dass von der Stadt pro Eigentümer Erschließungskosten von 25 000 Euro verlangt werden sollen und man dies mit anwaltlicher Unterstützung anfechten will, brachte UFW-Stadtrat Axel Schiffmann den Streifall im Bauausschuss zur Sprache. „Wir müssen uns dem Thema stärker widmen.“

Absolut nicht nachvollziehen kann er es, dass an der schon rund 100 Jahre alten Straße nun im 101. Jahr plötzlich derart die Anwohner zur Kasse gebeten werden. Diese hätten teilweise für 125 000 Euro ein Häuschen gekauft und sollten nun 25 000 Euro an Erschließungsbeiträgen zahlen. „Das sollten wir stark abmildern“, forderte Schiffmann. Man könne nicht einfach sagen, dies sei Pech.

Rathausabteilungen uneins

Im Rathaus sind das Baudezernat und die Kämmerei hier unterschiedlicher Auffassung, ließ Erster Bürgermeister Christoph Huber im Bauausschuss durchblicken. „Die Erschließungsbeiträge macht die Kämmerei.“ Und diese Fachabteilung komme zu einer anderen Einschätzung.

Bürgermeister Rudolf Koger, der an der Spitze der Kämmerei steht, war gestern für unsere Zeitung nicht erreichbar, um weitere Erläuterungen zu dem Thema zu liefern und die unterschiedlichen Bewertungen zu kommentieren.

Baufreigabe erteilt

Die Planungen für den eigentlichen Bau gehen losgelöst von der Erschließungskostenfrage aber weiter. So hat der Bau- und Umweltausschuss dem Gemeinderat einstimmig empfohlen, für die Erneuerung der Brücke Güterstraße aufgrund der neuen Kostenberechnung die Baufreigabe für die Umfahrung und die Behelfsbrücke (Bauwerk 2) bis zu einer Höhe von 2,49 Millionen Euro zu erteilen.

Zum Hintergrund: Zur Erneuerung der bestehenden Straßenbrücke (Bauwerk 1) über die Bahn ist laut Sven Szubin, Leiter der Abteilung für Verkehr und Tiefbau, über die Bahn während der Bauzeit eine Umfahrung notwendig (Bauwerk 2). Denn die Güterstraße ist die einzige Zufahrtsmöglichkeit zum Gewerbe- und Wohngebiet „Im Rad“. Das für die Umfahrung notwendige Bauwerk 2 soll als „Dauerbehelfsbrücke“ für einbahnigen Schwerlastverkehr geplant werden.

Ist die neue Brücke gebaut, soll die Behelfslösung für Radler und Fußgänger stehen bleiben. Die Bauzeit des Bauwerks 2 wird mit einem halben Jahr kalkuliert und soll nächstes Jahr anstehen.

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