Dreiländergalerie Weil am Rhein Attraktivität soll Kunden locken

Ingmar Lorenz

Weil am Rhein - Die Fertigstellung der „Dreiländergalerie“ rückt näher. Inzwischen haben bereits einige Mieter mit dem Ausbau ihrer Fläche innerhalb des Centers begonnen. Wann sich die Pforten aber tatsächlich öffnen, steht noch nicht abschließend fest – nur soviel: Im Herbst soll es auf alle Fälle so weit sein.

Ob es nun eine Woche früher oder später wird, müsse sich noch zeigen, erklärte Peter Littmann, Bevollmächtigter des Investors, im Rahmen eines Pressegesprächs mit anschließender Führung über die Baustelle. Priorität habe, dass zum Eröffnungstermin alles gut aussehe. „Wir wollen alles perfekt machen.“

Der Großteil der Mieter ist inzwischen bekannt (wir haben ausführlich berichtet), einzig für das alleinstehende Gebäude – den sogenannten Solitär – stehe die Entscheidung noch aus, führte Leasing Managerin Carolina Veith an. Drei Kandidaten gebe es.

Baukosten in Höhe von 140 bis 150 Millionen Euro

Im Inneren des Gebäude-Ensembles, in dem zu Spitzenzeiten rund 270 Arbeiter aus 15 Nationen tätig waren – dominieren derzeit noch die typischen Baugeräusche und der Geruch von Beton. Wie das Center bei der Eröffnung in einigen Monaten aussehen wird, lässt sich aber bereits erkennen. Geschwungene Linien und Rundungen wurden in der architektonischen Gestaltung immer wieder aufgegriffen, etwa gleich im Eingangsbereich bei den Rolltreppen. An den Fensterfronten und auf der Dachterrasse bietet sich ein spektakulärer Blick auf das Dreiländereck.

Auf der Verkaufsfläche von 16 500 Quadratmetern finden Lebensmittelgeschäfte, Mode-Läden, Restaurants und mehr Platz. Das hat seinen Preis – und zwar nicht nur deshalb, weil die Möbel in der „Dreiländergalerie“ von Vitra kommen. Allein für die Baukosten müsse bis zum Abschluss der Arbeiten mit 140 bis 150 Millionen Euro gerechnet werden, so Littmann. Ursprünglich war von etwa 100 Millionen Euro die Rede gewesen.

Die Steigerung der Kosten erkläre sich zum einen aus der aktuellen wirtschaftlichen Situation, zum anderen aber auch aus der Tatsache, dass bei der Gestaltung zwar auf die Wirtschaftlichkeit geachtet wurde, aber stets die Attraktivität des Centers in den Vordergrund gestellt worden sei, erklärte Andreas Thielemeier, Geschäftsführer der Cemagg.

Aufhorchen ließ beim Pressegespräch auch Littmanns Einschätzung, dass die 560 Auto-Stellplätze in der Tiefgarage wohl – zumindest während stark frequentierter Zeiten – nicht ausreichen könnten. Es werde daher bereits nach „Satellitenparkplätzen“ gesucht.

„Satellitenparkplatz“ in Friedlingen

Wie Thielemeier ergänzte, soll es während der ersten Phase nach der Eröffnung einen Shuttle-Service geben. Die Kunden können ihr Fahrzeug im Endress+Hauser-Parkhaus in Friedlingen abstellen und dann ein Shuttle zur „Dreiländergalerie“ nehmen. Allerdings, so hieß es, soll dieses Vorgehen die Ausnahme bleiben. Zu „normalen“ Zeiten sollte die Anzahl der Stellplätze im Parkhaus ausreichend sein. Denn viele Kunden – Thielemeier geht von 25 000 bis 30 000 pro Tag aus – werden voraussichtlich auch mit der Tram oder dem Velo kommen. Für letztere gibt es insgesamt 600 Fahrradabstellplätze direkt im Center.

Ob sich die Einrichtung der Gastronomie im Alten Zollhaus, das unter Denkmalschutz steht, indes bis zur Eröffnung realisieren lässt, sei noch nicht abschließend geklärt. Möglicherweise werde man diesbezüglich auch nachziehen, teilte Littmann mit. Das aber tue der Attraktivität der „Dreiländergalerie“ für die Kunden und für das Weiler Stadtbild keinen Abbruch, befand er.

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