Weil am Rhein Auch Alteingesessene lernen noch was

Von Adrian Steineck

Die Premiere hatte im vergangenen Jahr nach Friedlingen geführt. Für den zweiten Stadtspaziergang zum Auftakt des politischen Jahres lud der SPD-Ortsverein Weil am Rhein und Haltingen nun nach Alt-Weil ein. 30 Interessierte waren dem Aufruf gefolgt, darunter auch Landtagskandidat und Justizminister Rainer Stickelberger.

Weil am Rhein. Vom Lindenplatz führte der von Brigitte Pantze, der Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins, geleitete Rundgang zunächst zum Läublinpark. Dort ging SPD-Stadtrat Matthias Dirrigl auf die Situation in einem der größten Weiler Parks ein, die durch fehlende Sitzmöglichkeiten und Verkehrslärm geprägt sei.

Sein Kollege Johannes Foege wies darauf hin, dass eine Lärmschutzmaßnahme durch Palisaden entlang der Römerstraße immer wieder angedacht werde. Schon hier zeigte sich, wie sehr das Thema Verkehr den interessierten Teilnehmern am Herzen lag. So regte eine Bewohnerin der Hinterdorfstraße an, dass Verkehrssünder drakonisch bestraft werden müssten.

Jürgen Wiechert von der IG Velo sprach ebenfalls die Verkehrssituation rund um den Läublinpark an und meinte, dass eine Tempobegrenzung hier Entlastung schaffen würde. „Tempo 20 wäre gut, aber es muss auch eingehalten werden“, sagte er. Als Maßnahme seien etwa stationäre Blitzer denkbar. Generell sei Jürgen Wiechert über jede Idee froh, wie eine Radwegeführung durch Weil-Ost aussehen könne.

Freilichtbühne besser bekannt machen

Auch einigen teilnehmenden alteingesessenen Weilern war die Tatsache unbekannt, dass es im Läublinpark eine Freilichtbühne gibt. Der Friedlinger Geschäftsmann Erwin Lang meinte dazu, dass dieser Umstand besser bekannt gemacht werden solle. Auch das Thema Toiletten wurde angesprochen, denn an öffentlichen Toiletten herrsche trotz der Initiative „Nette Toilette“ weiterhin Bedarf in der Stadt.

Weiter ging es zum Alten Rathaus oder dem Haus der Vereine in der Hinterdorfstraße, in dem sich unter anderem das Jugendcafé befindet. Hier stieß sich Johannes Foege etwas an den Öffnungszeiten. So könne es nicht gut sein, dass die Stadt Weil am Rhein sich ein Jugendcafé leiste, das lediglich sechs oder sieben Stunden in der Woche geöffnet habe. Generell aber waren sich alle Teilnehmer darin einig, dass die Stadtjungendpflege personell und materiell gut aufgestellt sei und das Haus der Vereine und dessen Gewölbekeller sehr gut genutzt werde. „Wir könnten ein zweites solches Haus brauchen“, meinte sogar jemand.

Ein potenzieller Standort wurde ebenfalls ausgemacht: eines der Gebäude gegenüber dem Kroneareal, der nächsten Station des Spaziergangs. Die Stadt solle dieses Gebäude doch kaufen und ein zweites Haus der Vereine daraus machen, meinte eine Teilnehmerin. Die Krone selbst, in deren Saal im Übrigen im 18. Jahrhundert die ersten Weiler Gemeinderatssitzungen stattfanden, wie Johannes Foege sagte, wird derzeit erweitert. In einige Gebäude um das Areal herum aber wurde seit Jahrzehnten nichts mehr investiert, was auch am Denkmalschutz liege, der es einem nicht leicht mache, wie ein Bürger meinte.

Am Abschluss des 90-minütigen Rundgangs, bei dem die Teilnehmer sich auch durch Schneeschauer nicht aus der Ruhe hatten bringen lassen, gab es viele Anmerkungen zu den gewonnenen Impulsen zum Stadtteil Alt-Weil.

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