Weil am Rhein Autohaus macht Platz für Bio-Lebensmittelmarkt

Auf dem Areal des Autohauses Hornung in Haltingen stehen große Veränderung an. Foto: zVg

Weil am Rhein-Haltingen - Haltingen erhält einen neuen Bio-Lebensmittelmarkt. Dieser soll auf dem Areal des Autohauses Hornung eröffnen, bestätigt der Familienbetrieb Informationen unserer Zeitung. Im Obergeschoss ist eine „Wellness Passage“ mit bis zu zehn Unternehmen vorgesehen. Hornung hat seine Werkstatt in eine Halle direkt neben das Landschaftsgartenbauunternehmen Eise verlegt.

Bauzäune um das Autohaus Hornung direkt an der B 3 lassen anstehende Veränderungen erahnen. Seit zweieinhalb Jahren plant Unternehmens-Chef Dennis Hornung das insgesamt etwa rund fünf Millionen Euro umfassende Bauprojekt.

Im Jahr 2016 hatte er den Betrieb von seinem Vater Harald Hornung übernommen, der mit viel Leidenschaft und Muskelkraft im Jahr 1972 das Autohaus-Gebäude errichtete. Mittlerweile konzentriert sich der Familienbetrieb aber auf die Werkstatt, die Anfang dieses Jahres auf eine Fläche von 200 Quadratmetern einige Meter weiter in eine neue Halle umgezogen ist. „Die bisherige Halle war veraltet“, erklärt Dennis Hornung den Veränderungsbedarf. „Nun sind wir technisch auf dem neuesten Stand.“

Werkstatt statt Autohaus

Zugleich ging er eine Kooperation mit „Auto Service“ ein, womit Hornung als Betriebsleiter weiter sein eigener Herr ist, doch von dem Bekanntheitsgrad sowie der Software und Werbung profitiert. Perspektivisch soll der Haltinger Betrieb auch wachsen, so die Hoffnung. Das klassische Autohaus-Geschäft mit dem Verkauf und der Vermittlung von Fahrzeugen gehört hingegen weitgehend der Vergangenheit an. Bei Bedarf stellt Hornung aber sein Netzwerk für den Kauf und Verkauf von Fahrzeugen zur Verfügung.

Erd- und Obergeschoss

Angesichts dieser großen Veränderungen steht nun das 2800-Quadratmeter-Grundstück von Binzen kommend am Ortseingang auf der rechten Seite liegend für eine anderweitige Nutzung zur Verfügung. Derzeit wird das Dach des Gebäudes demontiert, es folgt in den kommenden zwei Wochen der Abriss des alten Autohauses. Auf der Fläche soll ein attraktiver Neubau entstehen, für den das Büro des freien Haltinger Architekten Eberhard Marks verantwortlich zeichnet.

Vorgesehen ist ein Baukörper aus Beton, der vom Design den Bio-Aspekt aufgreifen soll. „Das Gebäude soll optisch etwas hermachen“, erklärt Dennis Hornung. Für das Obergeschoss hat er eigens eine mit der Inneneinrichtung von Hotels befasste Innenarchitektin beauftragt, die die Wellness-Etage gestalten soll, wobei die Vermarktung der acht bis zehn Büros noch ansteht.

Klar ist aber, dass diese anlehnend an eine Gemeinschaftspraxis arbeiten könnten, doch jede Praxis für sich agiert. Hornung: „Ich möchte, dass das Konzept stimmig ist.“ Ins Auge gefasst hat er die „komplette Heilpraktikerschiene“ als passende Ergänzung zum im Erdgeschoss befindlichen Bio-Supermarkt. Physiotherapeuten, Pediküre-Studio, Physiotherapie oder auch Heilpraktiker sind hier mögliche Nutzer. Eine komplette Vermietung als Gemeinschaftspraxis habe sich aufgrund der Marktsituation als nicht zielführend erwiesen, so Hornung. Daher soll jeder Raum einzeln vermietet werden.

Bio-Lebensmittelmarkt

In trockenen Tüchern ist hingegen der Vertrag mit dem Bio-Lebensmittelmarkt, der nach aktuellem Zeitplan im Frühjahr 2022 eröffnen könnte, da ein halbes Jahr am Rohbau gearbeitet wird und eine rund drei Monate währende Zeit der „Veredelung“ ansteht. Es handelt sich bei dem Bio-Lebensmittelmarkt um einen Mitbewerber von Alnatura. Letzterer kam zuerst auch als möglicher Nutzer in Betracht, doch hat dann Eimeldingen als Standort gewählt.

Die gute Lage an der B3 in Haltingen sowie die unmittelbare Nähe zum auf der anderen Straßenseite befindlichen dm-Markt seien absolute Pluspunkte für den Bio-Lebensmittelmarkt an dieser Stelle gewesen, dessen Name erst später öffentlich gemacht werde. „Diese Nähe bringt gewisse Synergieeffekte mit sich“, weiß Hornung um eine ähnliche Kunden-Klientel. Vorgesehen ist eine Lebensmittelmarkt-Verkaufsfläche von etwa 580 Quadratmetern, wobei noch Nebenräume hinzu kommen.

Zeitplan „sehr sportlich“

„Es ist ein stimmiges Konzept für beide Seiten“, freut sich Hornung nun auf die Realisierung des Millionenprojekts. Dieses sei finanziell realisierbar gewesen, da sich das 2800-Quadratmeter-Grundstück in Familienbesitz befindet. Aufgrund seines noch relativ jungen Alters könne dies nun in Angriff genommen werden. Denn: „Langfristig ist das eine super Sache.“ In den zurückliegenden zweieinhalb Jahren Planungszeit hatte er hingegen noch Hürden zu meistern. „Corona hat uns zeitlich nach hinten geworfen.“ Nun laufe hingegen alles nach Plan. Die Eröffnung im Frühjahr sei aber „sehr sportlich“, will Hornung nun kräftig Gas geben.

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