Weil am Rhein B 3 bleibt weiter halbseitig gesperrt

Obwohl die Bau-Container von der B 3-Fahrspur weggeräumt wurden, benötigt der Bauherr diesen Bereich für die Versorgung der Baustelle. Foto: Marco Fraune

Weil am Rhein - Für die Weiler Einzelhändler erfüllt sich ein vorweihnachtlicher Wunsch in diesem Jahr nicht. Die halbseitige Sperrung der B 3 für den Bau der „Dreiländergalerie“ bleibt bestehen, erklärte Erster Bürgermeister Christoph Huber gestern auf Anfrage unserer Zeitung.

Im Frühjahr werde geklärt, ob sich mit der um ein Jahr verlängerten Bauzeit auch die Zeit der Bundesstraßen-Sperrung verändert.

Bundesstraße als Verkehrs-Hauptschlagader noch ohne Puls

Ursprünglich hatten die Händler darauf gehofft, dass die Bundesstraße als eine Verkehrs-Hauptschlagader zwischenzeitlich pulsieren kann - dass also während der Adventszeit in beide Richtungen die Autos, Lieferwagen und Laster fahren können.

Entsprechende Gespräche unter Beteiligung des Projektsteuerers und der Stadt haben mittlerweile aber deutlich gemacht, dass dies nicht möglich ist. „Der Bauherr braucht die Sperrung auch während dieser Zeit“, erklärt Huber.

Anlieferverkehr, Sicherheit und  Rettungswege als Gründe für die Sperrung

Aktuell stehen zwar keine Container auf der gesperrten B 3-Spur, doch das dürfe nicht fehlinterpretiert werden. Vielmehr werde die Fläche von den beauftragten Baufirmen benötigt. So erfolge teilweise auch der Anlieferverkehr über diese Spur, wie im Baustellenlogistik-Konzept verankert.

Außerdem spielt das Thema Sicherheit eine wichtige Rolle. Mit dem Versetzen des Bauzauns für die Advents-Wochenenden sei es nicht getan. Vielmehr müssten laut dem Ersten Bürgermeister dann auch Leitplanken aufgestellt werden, um einen Absturz in die mehrere Meter tiefe Grube bei einem Unfall zu verhindern.

Zudem hänge das Feuerwehr-System an den aktuellen Verkehrsregelungen. So gibt es an beiden Seiten der B 3-Sperrung eine Ampel, die im Einsatzfall dafür sorgt, dass die Wehrfahrzeuge auf der einen Spur Vorfahrt haben.

Zeitweise Öffnung "irrsinnig aufwendig“

„Eine zeitweise Öffnung der B3 klingt einfach, in der Praxis ist es irrsinnig aufwendig“, erläutert Huber. Darauf sei beim „Slow up“ zuletzt auch verzichtet worden.

Anders sieht es bei der Buurefasnacht aus, für die beispielsweise die Turmstraße als Umleitungsstrecke oder auch die Hinterdorfstraße vom Zoll an gesperrt wird. Um während dieser Großveranstaltung noch einen Verkehrsfluss in die Stadt zu ermöglichen, sei die temporäre Aufhebung der Sperrung zwingend, weiß Erster Bürgermeister Huber. „Da muss die B 3 frei sein.“

Bauzeit = B3-Sperrung?

Etwa Ende April, Anfang Mai wird es in Gesprächen mit der Cemagg als Bauherrn und den bauausführenden Verantwortlichen darum gehen, wie lange noch gesperrt werden muss, kann und soll. Eine Befassung mit einem Antrag, dass angesichts der um ein Jahr verlängerten Bauzeit eine halbseitige B 3-Sperrung einhergeht, hatte die Stadt abgelehnt. Dies soll erst im Frühjahr erfolgen, damit der Bau-Fortschritt während des Winters mit in die Überlegungen und Planungen einbezogen werden kann, so Huber.

Für ihn steht aber fest: „Wir wollen Alternativen zur B 3-Sperrung sehen.“ Die Cemagg beschäftige Spezialisten, die weitaus größere Bauvorhaben betreuten, sieht er daher den Bauherrn am Zug.

"Die Baustelle läuft offensichtlich richtig an"

Den aktuellen Baufortschritt kann der Erste Bürgermeister nach eigener Aussage zwar nicht im Detail beurteilen, doch die Zahl der Arbeiter sei mit teilweise mehr als 30 deutlich höher als zwischenzeitlich der Fall, als es sogar zu einem Baustopp kam. „Die Baustelle läuft offensichtlich richtig an und das Wetter spielt mit.“ Der BVB-Container in der Tram-Schlaufe wurde zuletzt ebenso versetzt wie die Fahrradständer.

Dass bei der Verlegung der Velo-Stellplätze die Öffentlichkeitsarbeit der Cemagg abermals für schlechte Stimmung bei der Rathaus-Spitze sorgte, hatte Erster Bürgermeister Huber Mitte November im Bauausschuss deutlich gemacht. Die Schelte in Richtung Bauherr sei dort wohl vernommen worden, ist er sich sicher. Huber habe keine Rückmeldung was er als Bestätigung sieht, durchaus richtig gelegen zu haben.

Öffentlichkeitsarbeit der Bauherrin mit Luft nach oben

Teilweise täglich bestehe aber Kontakt in Form von Workshops, Gesprächen mit dem Projektsteuerer oder laufenden Kontakten auf unterschiedlichen Ebenen.

Bei der Öffentlichkeitsarbeit der Cemagg sieht Huber Luft nach oben. „Man kann immer mehr tun.“ Der Blick auf die Homepage der „Dreiländergalerie“ bestärkt ihn in dieser Ansicht. „Das Projekt dümpelt dort vor sich hin.“

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