Weil am Rhein Baustelle mit Musik erfüllt

Weiler Zeitung, 16.05.2018 22:58 Uhr

Das „Treffen am Bauzaun der Johannesgemeinde“ am Dienstagabend unter dem Motto „Wir bringen das neue Haus zum Klingen“ wurde wegen des ausgeprägten Regenwetters kurzerhand in den Rohbau des neuen Gemeindehauses verlegt.

Von Joachim Pinkawa

Weil am Rhein. Pfarrer Walter Baßler konnte regengeschützt den 18-köpfigen Chor „VoicesInMotion“ mit Chorleiter Karl Gehweiler und rund 30 Gäste begrüßen. Kirchengemeinderat Uwe Marchfeld berichtete den Anwesenden kurz über den Baufortschritt des neuen Gemeindehauses und deutete eine mögliche zeitliche Verzögerung der Fertigstellung an, da der Einbau der Fenster nicht fristgerecht erfolgen könne.

Pfarrer Baßler rezitierte anschließend kurze biblische Texte aus Psalmen in der Version von Peter Spangenberg („Höre meine Stimme: Die 150 Psalmen der Bibel übertragen in die Sprache unserer Zeit“) zum Thema „Musik“. Der Chor „VoicesInMotion“ erfüllte im Wechsel mit den Psalmen die Baustelle erstmals mit Musik.

Der Chor, der als Teil des Gesangvereins Weil in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen feiert, hat sich in den vergangenen Jahren in der Öffentlichkeit mit niveauvollen Konzerten mit Orchester oder Klavier und Konzerten „a cappella“ einen sehr guten Namen gemacht. Dirigent Gehweiler sorgt mit seinen Sängerinnen und Sängern für unterhaltsame, ungewöhnliche Musik aus Klassik und Romantik sowie Arrangements aus den Stilepochen des Pop, Latin und Jazz.

Der Chor trotzte dem Regenwetter auf der Baustelle „a cappella“ mit tragendem Gesang („Orlando Di Lasso _ Madonna mia pieta“) und fröhlich swingendem Liedgut („Cole Porter – Let´s do it“ sowie Con Conrad/Herb Magidson – The Continental). „Lasst die Welt erklingen... dankt Gott mit Chorälen und Orgelmusik, lasst die Welt erklingen von euren eigenen Stimmen. Lasst das Lächeln in euren Augen zur Musik für andere werden. Lasst das Streicheln eurer Hände den Tag ausklingen für eure Kinder. Lobt mit Bach und Mozart, mit Spiritual und Gospel und mit Blues. Vergesst mir den Blues nicht, wenn ihr Gott dankt“, ermunterte Pfarrer Baßler fröhlich die Sängerinnen und Sänger und auch die Gäste mit dem in neuzeitliche Sprache übertragenen 150. Psalm von Peter Spangenberg zum Thema „Musik als Lob der Schöpfung“.

Zum Abschluss des gemütlichen, unterhaltsamen Treffens gab es einen kleinen Imbiss und Getränke, bei dem die Akteure und Gäste noch miteinander plaudern und hoffnungsvoll die nächste Regenpause abwarten konnten, um trocken nach Hause zu kommen.