Weil am Rhein - Ein häufiges Ärgernis für Verkehrsteilnehmer sind Anpflanzungen, welche in den öffentlichen Verkehrsraum hineinwachsen. Doch der Rückschnitt muss bald erfolgen.

Gemeint sind Hecken, Sträucher, Büsche und Bäume, die auf Grundstücken entlang von Straßen, Geh- und Radwegen wachsen. Vor allem Fußgänger und Radfahrer machen regelmäßig Bekanntschaft mit überhängenden Ästen und erhalten so eine unfreiwillige „Dusche“ oder zerkratzen sich Arme oder Beine.

Nach dem Straßengesetz für Baden-Württemberg sind Grundstückseigentümer verpflichtet, diese Anpflanzungen regelmäßig so weit zurückzuschneiden, dass für Verkehrsteilnehmer keine Behinderungen bestehen, erinnert die Stadt in einer Mitteilung.

Beim Rückschnitt muss beachtet werden, dass Äste, die bis zu einer Höhe von viereinhalb Metern in den Luftraum über der Straße hineinragen, entfernt werden müssen. Über Rad- und Gehwegen ist eine ausreichende Höhe von zweieinhalb Metern freizuhalten. Auch Verkehrszeichen dürfen nicht durch Anpflanzungen verdeckt werden.

Der Rückschnitt muss so durchgeführt werden, dass diese Maße innerhalb der Vegetationsperiode (1. März bis 30. September) eingehalten werden. Denn während der Vegetationsperiode ist ein Rückschnitt nur erlaubt, wenn keine naturschutzrechtlichen Belange entgegenstehen.

Eigentümer, die die Verpflichtung zum Rückschnitt nicht einhalten, werden von der Stadtverwaltung (Untere Straßenverkehrsbehörde) zum Rückschnitt verpflichtet, heißt es weiter. Kommt ein Eigentümer seiner Verpflichtung trotz Aufforderung nicht nach, wird der Rückschnitt im Wege der Ersatzvornahme angeordnet. Die Kosten werden dem Grundstückseigentümer in Rechnung gestellt.

 Die Stadt empfiehlt eine regelmäßige Kontrolle der Anpflanzungen. Verstöße können bei der Stadtverwaltung, Untere Straßenverkehrsbehörde, Tel. 704674, E-Mail: verkehr@weil-am-rhein.de, gemeldet werden.