Weil am Rhein Bibel und besondere Bestimmungen

Die Gläubigen hatten genug Platz. Foto: zVg

Weil am Rhein - Unter besonderen Rahmenbedingungen steht in dieser Woche die Allianzgebetswoche an.

Mit dem Gottesdienstraum von rund 300 Quadratmetern in den Räumen der „Regiogemeinde evangelische Freikirche Weil am Rhein“ am Eimeldinger Weg in Haltingen gebe es ausreichend Möglichkeiten, Abstand zu halten, erläutert der dortige Pastor Eugen Heppler im Gespräch mit unserer Zeitung.

Weil Punkte wie ein Tragen von Mund-Nasen-Bedeckung, Desinfektion und Registrierung beim Betreten der Räume sowie der Verzicht auf den Gesang eingehalten würden, könne ein Präsenz-Veranstaltung erfolgen.

An der Gestaltung wirken die Christliche Gemeinde Dreiländereck, der CVJM Haltingen, die AB-Gemeinschaft sowie Opendoors mit. Nicht dabei ist in diesem Jahr die evangelische Landeskirche, da diese keine Präsenz-Veranstaltungen anbietet oder sich daran beteiligt.

Rund 20 Teilnehmer kamen zum Start am Montagabend in die Räume der Regiogemeinde, zusätzlich verfolgten einige online über deren Youtube-Kanal das Geschehen. „Das war schon ganz gut und ermutigend unter den Rahmenbedingungen“, zeigte sich Heppler mit der Auftakt-Resonanz zufrieden. Zur seit rund zwei Jahrzehnten angebotenen Gebetswoche kommen ansonsten etwa 30 Gläubige pro Abend. In diesem Jahr finden auch alle Veranstaltungen in Haltingen statt und nicht zum Teil bei der AB-Gemeinschaft, da dort nicht genug Platz ist, Abstand voneinander zu wahren. „Es sind Dinge, die vom Land gefordert werden und die wir einhalten“, erklärt der Pastor.

Inhaltlich geht es in diesem Jahr um das Leitthema „Lebenselixier Bibel“, das von der evangelischen Allianz in Deutschland bundesweit vorgegeben ist. An den fünf Abenden, die teils von den gleichen Gläubigen, teils von wechselnden Teilnehmern besucht werden, gibt es einen roten Faden. So geht es um das Wort Gottes und wie damit umgegangen wird – vom Hören, Verstehen, Vertiefen bis zur Schmackhaftmachung für andere und Erfahrungsberichten. Gebetet wird für die Gesellschaft und die Gemeinde, ein Miteinander. Dank und Bitten sind enthalten, aber es werde auch Buße getan. Was aufgrund der Corona-Auflagen fehlt, ist der Gesang.

Veranstaltungen „ein erlaubtes Muss“

„Bei den Besuchern spürt man, dass sie nicht aus dem Tal der Tränen kommen, sondern die Gewissheit haben, dass das Leben von Anfang bis Ende in Gottes Hand ist“, beschreibt Pastor Heppler seine Eindrücke.

Wichtig für den Eigen- und Fremdschutz seien definitiv die einzuhaltenden Auflagen wie das Abstandsgebot. Doch trotz aller Vorsichtsmaßnahmen wisse man: „Das Leben liegt nicht in der eigenen Hand.“ Und durch stetige Sorgen könne man sein Leben um keinen Tag verlängern, interpretiert er Worte aus der Bibel.

Gerade in dieser Zeit sei ein Treffen auch wichtig, um die Möglichkeit zur Begegnung zu bieten – damit die Menschen nicht vereinsamen, so Heppler. Er nennt es „ein erlaubtes Muss“. Unter den Einschränkungen habe man die Gebetswoche also möglich gemacht.

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