Weil am Rhein Blaulichtzentrum braucht noch Zeit

Ingmar Lorenz
Die Machbarkeitsstudie für das Blaulichtzentrum ist weiterhin in Arbeit. Foto: zVg

Ein Blaulichtzentrum, in dem das Polizeirevier Weil am Rhein und der städtische Verkehrsdienst gemeinsam unterkommen könnten, ist weiterhin gewünscht. Um das Projekt aufgleisen zu können, wird eine sogenannte Machbarkeitsstudie ausgearbeitet. Bis diese fertig ist, werden aber wohl noch einige Monate ins Land gehen.

Von Ingmar Lorenz

Weil am Rhein. Im Mai war zunächst mitgeteilt worden, dass die Studie noch im Frühsommer dieses Jahres dem Landesministerium für Finanzen vorgelegt werden soll. Inzwischen haben sich die Pläne auf das Frühjahr 2023 verschoben.

Wie die Stadtverwaltung auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilt, befinde sich das Thema aktuell in der Abstimmung zwischen dem Amt Vermögen und Bau in Freiburg und dem dortigen Polizeipräsidium. Ein neuer Sachstand zur Machbarkeitsstudie liege der Stadt noch nicht vor, teilt Pressesprecher Mirko Bähr mit. Zugleich betont er: „Die Stadtverwaltung ist weiterhin dialogbereit für das Thema Planungsrecht im Eingangsbereich des LGS-Geländes.“

Machbarkeitsstudie als Grundlage

Das Polizeipräsidium Freiburg unterstreicht auf Nachfrage die hohe Bedeutung des Projekts, weist aber ebenfalls darauf hin, dass die Machbarkeitsstudie, die als eine Grundlage für das weitere Vorgehen dienen soll, noch nicht finalisiert sei.

„Tatsächlich ist die Machbarkeitsstudie bislang noch nicht abgeschlossen“, bestätigt auch Ole Nahrwold, Leiter des Amts für Vermögen und Bau Baden-Württemberg in Freiburg. „Neben der Prüfung und wirtschaftlichen Bewertung verschiedener Varianten erfolgen in diesem Rahmen auch inhaltliche Abstimmungen mit dem Polizeipräsidium zu den konkreten baulichen Anforderungen“, legt er dar. Für alle großen Baumaßnahmen des Landes werden nach den entsprechenden Vorgaben im Rahmen einer Machbarkeitsstudie die liegenschaftlichen, baulichen, terminlichen, planungs- und baurechtlichen Gegebenheiten quantitativ und kostenmäßig erfasst, um auf dieser Entscheidungsgrundlage eine möglichst wirtschaftliche Unterbringungslösung für den bestehenden Flächenbedarf zu finden. „In diesem Rahmen werden unter anderem auch die voraussichtlichen Lebenszykluskosten einschließlich einer Prognose von CO2-Emissionen für bauliche Unterbringungsvarianten ermittelt und berücksichtigt“, erklärt der Amtsleiter. „Der tatsächliche Aufwand für diese Machbarkeitsstudie hängt in erheblichem Maße von den jeweils zu berücksichtigen Besonderheiten ab und lässt sich daher im Vorfeld nicht immer gut abschätzen.“

Ergebnisse wohl erst im Frühjahr zu erwarten

Unter anderem müssen auch die notwendigen personellen Ressourcen der Vermögens- und Hochbauverwaltung entsprechend eingeplant werden. Dass die Ausarbeitung der Machbarkeitsstudie für das Weiler Blaulichtzentrum also andauert, liege in erster Linie am Umfang und am Anspruch der Studie. „Mit Ergebnissen ist insoweit nach meiner Einschätzung frühestens im kommenden Frühjahr zu rechnen.“

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