Weil am Rhein Bunt, lebendig und vielseitig

Das Jahreskonzert des Musikvereins Märkt hat wieder alle Erwartungen erfüllt. Mit einem abwechslungsreichen Programm unterstrich das Orchester wie bunt, lebendig und vielseitig Blasmusik sein kann.

Weil am Rhein-Märkt (nos). Unter dem Dirigenten Thomas Wengert zeigten sich die Musiker einmal mehr von ihrer besten Seite und begeisterten ihr Publikum. Im zweiten Teil demonstrierte die Laienspielgruppe ihre spielerischen Fähigkeiten mit dem lustigen Schwank „Dame oder Buäb“.

Vorsitzende Birgitta Götzmann freute sich über zahlreiche Besucher, darunter auch Bürgermeister Rudolf Koger, Eimeldingens Bürgermeister Oliver Friebolin sowie Ursula Meyer vom Alemannischen Musikverband, Ferdinand Corsten, den Leiter des Kulturrings, und Pfarrer Jochen Debus.

Mit dem würdevollen Marsch „Arsenal“, den Jan Van der Roost anlässlich des 50-jährigen Bestehens des belgischen Blasorchesters der Eisenbahner in Mechelen komponierte und der 1996 uraufgeführt wurde, eröffnete das Blasorchester den beschwingten Abend. Zwischen den Stücken informierte Celine Kunzweiler die Zuschauer mit Hintergrundwissen zu den einzelnen Werken.

Einer der Höhepunkte des Abends war sicherlich das anspruchsvolle Stück „Hindenburg“ des Komponisten Michael Geisler. Musikalisch erlebten die Zuhörer, wie bei den leisen und getragenen Stellen das bis dahin größte Luftfahrzeug durch die Luft schwebte und am Ende furios und dramatisch beim Landemanöver am 6. Mai 1937 verbrannte, und die Musiker laut und voller Panik „Feuer, Feuer“ riefen. Das Stimmungsbild der Jungfernfahrt des Zeppelins vom Jubel bis hin zum schrecklichen Ende gaben sie facettenreich und eindrucksvoll in geeigneten Tonfolgen wieder.

Dass der Musikverein Märkt auch hervorragende Solisten in seinen Reihen hat, bewiesen Fabian Keser und Helmut Rinkes beim Slow-Rock „Träumende Trompeten“ des Komponisten Alexander Pfluger sowie Edgar Stüber und Uwe Jackermeier bei den „Tenoristenträumen“. Souverän und locker spielten sie ihren Part – ein Genuss für das Publikum.

Mit dem Konzertmarsch „Abel Tasman“ nahmen die Blasmusiker ihre Gäste mit dem gleichnamigen holländischen Seefahrer mit auf eine große Entdeckungsreise, die mit dem quirligen Treiben im Hafen begann, den Sturm auf hoher See meisterte um schließlich Tasmanien – südlich von Australien – zu entdecken.

Mit dem schwungvollen Marschmedley „Great Movie Marches“ erkannten und genossen alle Altersgruppen die berühmten Filmmelodien „The River Kwai March“ (Die Brücke am Kwai), „Colonel Hathi’s March“ (Dschungelbuch), „Star Trek“ (The Motion Picture) und „Raiders March“ (Indiana Jones).

Auf der abgedunkelten Bühne und nur mit Notenbeleuchtung zelebrierte die Kapelle den Welterfolg „Sound of Silence“ des US-Duos Simon und Garfunkel, ehe es mit dem Hitmix „Legends of Rock“ auf der Bühne richtig laut wurde.

Mit „Eye of the Tiger“ aus dem Film „Rocky III“ wollte das Orchester die Bühne für die Laienschauspieler freigeben, das begeisterte Publikum erklatschte sich mit „One Moment in time“ und dem „Märkter Lied“, das gerne mitgesungen wurde, noch zwei Zugaben.

Laienschauspielgruppe sorgt für Erheiterung

Der zweite Teil des Abends gehörte der Laienschauspielgruppe des Musikvereins. Die Truppe mit den bewährten Schauspielern Kurt Zimmermann, Patricia Meier, Helmut Rinkes, Christina Utke, Mike Stöhr, Petra Stanko und Beate Mörchen mit Souffleuse Birgitta Götzmann glänzten in dem Verwirr-Schwank „Dame oder Buäb“ mit leidenschaftlichem Spiel, das Publikum lachte Tränen. In zwei Akten wurden die Lachmuskeln strapaziert. Eine Nummer für sich war der unterdrückte Ehemann Helmut Rinkes, der für seinen Auftritt Szenenapplaus erhielt.

Manfred Scheewe moderierte außerdem gekonnt die Ziehung der Tombola-Preise. Die rundum gelungene Jahresfeier des Musikvereins erfreute Publikum, Musiker und Schauspieler gleichermaßen.

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