Weil am Rhein Bunte Mischung und beste Laune

Der Buurefasnachtsumzug ist gestern Nachmittag reibungslos über die Bühne gegangen. Mundschutzmasken waren in größerer Anzahl lediglich bei einer mitlaufenden Gruppe zu sehen, die das Thema damit närrisch aufgespießt hat. Die Weiler Besucherzahl konnte sich angesichts der vorherigen Diskussion um das Coronavirus und seine Folgen ganz besonders sehen lassen.

Weil am Rhein. Etwas mitleidige Stimmung kam auf, als „Die Usswärtige“, eine wildde Fasnachtsgruppe aus Basel kurz vor dem Sparkassenplatz inne hielt. Spalier standen hier die Weiler „Notehobler“. Dass die Guggemusiker am Sonntag und auch schon am Tag zuvor Fasnacht feiern konnten, während die Basler Narren auf „Die drey scheenschte Dääg“ verzichten müssen, mutete den deutschen Fasnächtlern schon komisch an. Denn: Diese feierten gestern einen fröhlich-bunten Umzug, der sich vom Lindenplatz in Alt-Weil bis zum Rathausplatz fortbewegte.

Videoimpressionen vom Weiler Umzug

Wie viele Besucher an der Strecke standen und den Aktiven ein „Wileri-Wilero“ zuriefen, lässt sich sowohl für die Polizei als auch für den Veranstalter, die IG Weiler Straßenfasnacht, schwer abschätzen. Während die Weiler Revierleiterin Katrin Mutter die Zahl mit 15 000 bezifferte, geht IG-Chef Uwe Wissler von etwa 18 000 Besuchern aus, womit er sich auch sehr zufrieden zeigte.

Geboten worden sei eine „bunte Mischung“, wobei zuletzt noch einige wenige Absagen eintrudelten und Narren nicht erschienen. Unterm Strich nahmen insgesamt rund 120 Gruppen am Buurefasnachtsumzug teil, insgesamt waren es laut Wissler 3200 Teilnehmer.

„Die Stimmung und das Wetter waren prächtig“, freute sich der IG-Vorsitzende über strahlenden Sonnenschein mit vereinzelten Wolken, aus denen aber kein Tropfen auf die Narren niederging. „Wir haben richtig Glück gehabt.“

Zugleich dankte er den verschiedenen Institutionen, die mit im Boot waren und für einen reibungslosen Ablauf sorgten. Neben den IG-Aktiven waren dies der Malteser-Hilfsdienst, das THW, die Polizei, das Rathaus und auch die Feuerwehr. „Es war eine sehr gute Zusammenarbeit.“

Zufrieden zeigte sich auch die Polizeichefin. Es habe sich um eine „gelungene Familienveranstaltung“ gehandelt. Lediglich bei einigen wenigen Fällen waren die Ordnungshüter gefragt. Im Gegensatz zu vor zwei Jahren seien auch keine sturzbetrunkenen Mädchen mehr ausgemacht worden. Mutter wurden bis Umzugende keine größeren Ausfälle durch die Hilfsdienste gemeldet.

Jede Menge Konfetti, Süßigkeiten und sonstige kleinere Geschenke hatten die Narren in den Taschen und auf den Wagen. Nicht fehlen durften die obligatorischen Konfettiduschen oder auch die Bemalung mit verschiedenfarbigen Stiften. Zwar war entlang der Strecke immer mal wieder der Begriff Coronavirus zu hören. Doch die Besucher ließen sich die Laune davon nicht verderben, sondern standen an einigen Stellen bis zu dreireihig hintereinander.

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