Weil am Rhein „Das ist nicht gerecht“

Alfred Schöne (l.) und Rainer Stickelberger Foto: zVg

Weil am Rhein - Ein freiwilliges soziales Jahr kann nicht nur bei größeren sozialen Organisationen, sondern auch bei lokalen Vereinen absolviert werden. Der SPD-Landtagsabgeordnete Rainer Stickelberger sagte jetzt zu, sich in Stuttgart für ein Erhöhung der Förderung einzusetzen.

Wie das FSJ abläuft, welche Voraussetzungen erfüllt sein sollten und wie das finanziert wird, darüber informierte sich Stickelberger bei Alfred Schöne. Er ist nicht nur langjähriges Mitglied des Hauptvorstands im zweitgrößten Weiler Verein, dem ESV, sondern er engagiert sich ehrenamtlich auch als Präsidiumsmitglied und Interims-Organisator des Turn- und Sportrings sowie als Schriftführer des Weiler Stadtjugendrings.

Der ESV beschäftigt mittlerweile zwei FSJler. Diese arbeiten zu 30 Prozent für den ESV, die übrigen 70 Prozent sind sie an Weiler Grundschulen tätig und unterstützen dort die Sportlehrer. Beim ESV unterstützen sie die Trainer beim Handball-, Badminton-, Leichtathletik und Tischtennistraining „an jedem Wochentag, auch am Freitag“, so Schöne. Zudem begleiten sie Kinder und Jugendliche am Wochenende zu Turnieren und Spielen. „Zum Ausgleich bekommen sie während der Schulferien frei.“

Während ihres Einsatzes können die Jugendlichen den Trainerschein machen. Betreut werden die FSJler vom Verein, der die Stelle beim Landessportverband beantragen muss. Der Betreuer des ESV ist auch Ansprechpartner für die Schulen.

Die Finanzierung der FSJ-Stellen ist gemischt: „Ein FSJler erhält im Monat 310 Euro, davon zahlt der ESV 130 Euro, den Rest der Landesportverband“, erläutert Schöne. Auch das Land unterstützt den Freiwilligendienst durch einen jährlichen Zuschuss an den Zusammenschluss der FSJ-Träger – allerdings deutlich zu wenig, wie Stickelberger bedauert. „Die Pro-Kopf-Förderung des Landes ist von 500 Euro im Jahr in 2005 mittlerweile auf aktuell 222 Euro gesunken. Das ist weder gerecht noch vermittelbar“. Stickelberger will sich nun für eine Erhöhung der Landesförderung einzusetzen.

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