Weil am Rhein Das Ziel lautet, Menschen zusammenzubringen

Von Saskia Scherer

Weil am Rhein. Gleich doppelt Grund zu feiern gab es gestern im Mehrgenerationenhaus in Friedlingen. Der Quartierstreff „WiKi“ besteht seit fünf Jahren – und es war Weltfrauentag.

Der Quartierstreff an der Hardstraße wurde in Zusammenarbeit mit der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft Weil am Rhein und dem Familienzentrum Wunderfitz gegründet. Im Jahr 2014 ging die Betreuung des Treffs unter das Dach des neu gegründeten Stadtteilvereins Weil am Rhein-Friedlingen über. Vorsitzende Gabriele Moll war damals Geschäftsführerin des Wunderfitz’ und wurde von Volker Hentschel, der als Sozialarbeiter bei der Wohnbau tätig war, auf eine mögliche Kooperation angesprochen. „Wir haben dann zusammen etwas ausgetüftelt“, erinnert sich Moll im Gespräch mit unserer Zeitung.

Heute findet dreimal in der Woche ein offener Treff für Hausbewohner, Anwohner und alle Interessierten statt. Die Kinder können basteln und spielen oder es gibt Ausflüge in den Zoo, die Eltern backen oder trinken Kaffee. „Die Leute lernen sich kennen“, freut sich Moll. Das sei auch das Vereinsziel: Menschen zusammenbringen und aus der Anonymität holen. Außerdem gibt es etwa ein Ferienprogramm, Mieterfrühstück oder Seniorennachmittage.

Mitarbeiterinnen der ersten Stunde sind Yüksel Zerey und Valentina Pineker. Letztere kommt aus Kasachstan, wo der Frauentag groß gefeiert wird, weshalb sie selbst auch jedes Jahr Wert darauf legt. Mit viel Liebe habe sie das Essen vorbereitet, erzählt Moll. Pineker hole die Leute auch im Vorbeigehen in den Quartierstreff. „Das ist gelebte Nachbarschaft, darauf sind wir stolz.“

Das kann Anwohnerin Lidia Ibel bestätigen – sie wurde von Valentina Pineker angesprochen, als sie auf dem Weg zum Spielplatz war. Mittlerweile kommt sie zweimal in der Woche mit ihrer Tochter vorbei. „Gerade für die Kleinen ist das schön“, findet sie. Sie selbst habe auch schon Freundschaften geschlossen mit Menschen, die sie vorher nur vom Sehen kannte.

Nach dem gemeinsamen Essen standen Spiele und Musik auf dem Programm. Außerdem gab es für jede Dame eine Blume zum Weltfrauentag. Auch Quizfragen zu diesem Thema wurden gestellt, deren Antworten für Erstaunen sorgten. „Wir haben noch einen langen Weg vor uns“, meinte Gabriele Moll.

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