Weil am Rhein Der Dolmetscherpool kann starten

Die Ehrenamtlichen sollen helfen, dass Sprachbarrieren abgebaut werden. Foto: sba/Patrick Pleul

Weil am Rhein - Menschen mit dürftigen Deutschkenntnissen kann künftig geholfen werden. Bestehende Sprachbarrieren bei Beratungen sollen mit einem ehrenamtlichen Dolmetscherpool abgebaut werden. Das für Weil am Rhein geplante Projekt steht nun kurz vor dem Start, teilte die Weiler Außenstelle des Caritasverbands für den Landkreis Lörrach gestern mit.

Im Herbst wird demnach der ehrenamtliche Dolmetscherpool ins Leben gerufen. Es handelt sich dabei um ein Kooperationsprojekt von Caritas, Diakonie und der Stadt Weil am Rhein. Jährlich maximal 5000 Euro zahlt letztere. Grünes Licht dafür hatte die Politik Ende vergangenen Jahres gegeben. Die Diakonie beteiligt sich außerdem mit 1000 Euro an den Personalkosten, die für einen zehnprozentigen Stellenanteil anfallen, mit dem die Koordinierung gewährleistet werden soll. Pro Einsatz kommen als Entschädigung für die Ehrenamtlichen außerdem noch zwölf Euro an Kosten hinzu. Kalkuliert wird aktuell damit, dass die Dienstleistung der Ehrenamtlichen sich auf insgesamt 50 Einsätze beschränkt, womit sich die Kosten auf 600 Euro summieren würden.

Es geht beim Dolmetscherpool nicht um schriftliche, sondern um mündliche Übersetzungen. Insbesondere wird das Ziel verfolgt, bei den jeweiligen Beratungen einander zu verstehen. Die Leistung kostenlos in Anspruch nehmen können nach aktuellem Stand Schulen, Kindertagesstätten, Sozialverbände, soziale und städtische Einrichtungen sowie Behörden.

„Es haben sich bereits etliche interessierte Personen gemeldet“, freuen sich die Verantwortlichen vom Caritasverband. Damit die Ehrenamtlichen wissen, wie Sprachbarrieren am besten überwunden werden können, erhalten sie im September eine Basisschulung. Damit erfüllt der Caritasverband zugleich seinen Teil der Kooperation.

Neu ist der Dolmetscherpool zwar in Weil am Rhein, doch in Lörrach, Lahr oder auch Offenburg gibt es diese Unterstützungsangebote bereits. Ähnlich wie dort geht es künftig auch in Weil am Rhein darum, bei der Beratung von Menschen ohne oder mit wenig Deutschkenntnissen zu unterstützen.

Die Idee dazu ist im Arbeitskreis Sozialarbeit entstanden. In diesem tauschen Einrichtungen, Behörden und Organisationen Erfahrungen aus. Diese zeigen, dass Menschen aufgrund mangelnder Deutschkenntnisse vor Beratungen teils zurückschrecken, da die Sprachbarriere hoch ist. Hier sollen künftig die Dolmetscher aktiv werden, um Vorgänge und Abläufe verständlich darzulegen. Gleichzeitig erhoffen sich die Kooperationspartner, dass die Integration der Menschen mit Migrationshintergrund gefördert wird.

 Es können sich weitere Interessierte melden bei: Stefanie.Jammeh@diakonie.ekiba.de oder unter Tel. 07621/974210.

Sie möchten alle Nachrichten aus Ihrer Gemeinde lesen?
Dann testen Sie unser ePaper – 3 Wochen völlig gratis und unverbindlich! Klicken Sie HIER.

  • Bewertung
    0

Newsticker

blank

Umfrage

100 Jahre Achtstundentag

Wie stehen Sie zur schwarzen Null und der Schuldenbremse im Bundeshaushalt. Sollte diese gelockert werden, wenn es um Investitionen in Bildung und Umweltschutz geht?

Ergebnis anzeigen
loading