Weil am Rhein Der „Europaplatz“

Die Fläche zwischen dem Haupteingang der künftigen „Dreiländergalerie“ und der Hauptstraße sowie Müllheimer Straße soll künftig ganz offiziell „Europaplatz“ heißen. Die Politik folgt dem Wunsch des Investors Cemagg.

Von Marco Fraune

Weil am Rhein. Der entsprechenden Festlegung dieses neuen Straßennamens soll der Gemeinderat am Dienstag zustimmen, lautet die einstimmige Empfehlung des Bau- und Umweltausschusses. Angesichts des Baufortschritts des großen Einkaufstempels sind eigentlich durch die Verwaltung Hausnummern zu vergeben. Cemagg-Geschäftsführer Andreas Thielemeier hatte aber den Wunsch an die Stadt herangetragen, für den Haupteingang und die beiden Zugänge zum Solitär den Straßennamen „Europaplatz“ zu verwenden, wie Gerhard Broß vom Stadtbauamt im Ausschuss darlegte. Der Nebeneingang und der Nachtzugang an der Müllheimer Straße sollen keine Hausnummern erhalten.

Ähnlich beim „Grieloch“

Schon bei der Bebauung des früheren Kiesgrubengeländes „Grieloch“ in Haltingen wurde dieser Name umgewandelt. Die dortigen Mehrfamilienhäuser stehen nun „In den Gärten von Haltingen“, erinnerte Broß. Auch die Adresse an der Müllheimer Straße wurde nun als weniger wohlklingend erachtet als der Europaplatz. Außerdem sei schon bei der Ausschreibung für die Flächen an der Hangkante vom Europaplatz gesprochen worden, so das Stadtbauamt. In Presseberichten aus den vergangenen beiden Jahrzehnten sei in den unterschiedlichsten Zusammenhängen zudem immer wieder vom Europaplatz die Rede gewesen.

Schon im Volksmund

Ein weiteres Argument, das für diese Festlegung spreche: Weil am Rhein verfügt bereits über zwei Einkaufszentren an der Hauptstraße, also der „Kaufring“ in der Innenstadt und das Rhein-Center in Friedlingen. Die „Dreiländergalerie“ wird das dritte sein, das dann aber mit einem anderen Straßennamen verortet werden kann.

Aus Sicht der Verwaltung bietet es sich laut Beschlussvorlage auch an, den langjährigen Sprachgebrauch und die mit der Ausschreibung eingegangene Bindung mit der Vergabe des neuen Straßennamens zu verfestigen. „Die Dimension des Projekts und die erwartete Wirkung auf die Innenstadtentwicklung sprechen zusätzlich für die Vergabe eines neuen Straßennamens.“

Europa im Mittelpunkt

Das sahen die Mitglieder des Bauausschusses ähnlich. Die Grünfläche vor dem Bau habe schon immer Europaplatz geheißen, sprach sich Thomas Bayer (Grüne) für diese Benennung aus. Und: „Europa gehört bei uns in den Mittelpunkt.“ Und dies können man im erweiterten Bereich aufleben lassen. Mit dem Namen erfolge zudem eine Manifestierung von Europa mitten in Weil.

„Wir legalisieren eine Bezeichnung, die verwaltungstechnisch schon da ist“, sprach sich auch Johannes Foege (SPD) für den Straßennamen „Europaplatz“ aus. Zugleich richtete er den Blick in Richtung des zentralen Bank-Gebäude-Areals. „Auch bei dem Sparkassenplatz könnten wir einen Schritt in die Legalität gehen“, womit er eine Namensumbenennung als Option ins Gespräch brachte.

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