Weil am Rhein Der Kraftakt zahlt sich aus

Das Konzert war für die Vereine wie etwa den Haltinger Männerchor eine willkommene Gelegenheit, ihr Können vor Publikum unter Beweis zu stellen. Foto: sc

Blickt Monika Merstetter auf das Konzert im Läublinpark am Samstag zurück, kommen ihr als Erstes die vielen glücklichen Gesichter in den Sinn. „Alle haben den Nachmittag genossen“, bilanziert die Schriftführerin des Kulturrings. Die Organisation sei ein Kraftakt gewesen, sagt sie. Aber es habe sich gelohnt.

Von Ingmar Lorenz

Weil am Rhein. Mehrere Monate hatte sich der Kulturring darum gekümmert, das Konzert auf die Beine zu stellen. Die Idee dazu hatte der Vorsitzende, René Winzer, bereits im Frühsommer. „Ich erinnere mich noch genau an die Sitzung“, blickt Merstetter auf das Treffen zurück, an dem Winzer anregte, ein Konzert im Läublinpark zu organisieren. „Wir haben dann erstmal große Augen gemacht.“ Denn allen war klar, dass eine Veranstaltung dieser Größenordnung – dazu noch in Corona-Zeiten – ein hohes Maß an Einsatz erfordern würde.

Es sei zunächst darum gegangen, sich zu vergegenwärtigen, was im Zuge der Organisation eigentlich alles ansteht. „Wir haben ein Arbeitspapier erstellt, auf dem alles festgehalten und laufend aktualisiert wurde“, erklärt Merstetter.

Bereits im August habe man sich mit Kulturamtsleiter Peter Spörrer getroffen, um das notwendige Hygienekonzept gemeinsam auszuarbeiten. Spörrer und sein Team übernahmen darüber hinaus die bürokratischen Facetten, also etwa das Einreichen der Anträge, die für eine Veranstaltung dieser Art notwendig sind. Seitens des Kulturrings lobt man zudem die Unterstützung durch den Werkhof und durch mehrere regionale Firmen, die als Sponsoren zum Erfolg des Konzerts beigetragen haben. Und auch die Bewirtung durch das Café Gupi habe super funktioniert, lobt Merstetter.

Für die Vereine war das Konzert am Samstag eine Möglichkeit, sich und ihr Können wieder vor Publikum zu präsentieren. Das sei für die Musiker essenziell, weiß Merstetter. „Man braucht einfach den Applaus“, bringt sie es auf den Punkt. Die Zusage der Vereine kam daher auch prompt. Sie entlasteten das Organisations-Team des Kulturrings, indem sie sicherstellten, dass die jeweiligen Mitglieder die 3G-Regel einhalten. Beim Publikum übernahm dies der Kulturring. „Das hat super geklappt“, so Merstetter.

Obwohl bei der Organisation alles glattging, habe es in den vergangenen Wochen und Monaten doch immer wieder Zweifel daran gegeben, ob die Veranstaltung auch tatsächlich würde stattfinden können. „Wir sind das Risiko eingegangen, dass unsere ganze Arbeit umsonst ist.“ Nicht nur wegen der Corona-Situation, sondern auch wegen des Wetters hatte man letztlich erst am Tag der Veranstaltung selbst Gewissheit, dass das Konzert stattfinden kann, betont die Schriftführerin des Kulturrings. Denn bei Regen wäre man gezwungen gewesen, das Konzert abzusagen. Umso glücklicher zeigt sich Merstetter, dass es am Samstag zwar kühl, aber trocken war.

Beim Kulturring blickt man auf ein für alle Beteiligten gelungenes Konzert zurück. Könnte eine solche Veranstaltung auch in Zukunft abseits der Corona-Thematik Bestand haben? Merstetter schließt das nicht aus. Ob es genau dieses Format sein wird, sei zwar noch nicht klar, eines aber stehe fest: „Der Kulturring wird seinen Vereinen auch in Zukunft eine Plattform bieten.“

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