Weil am Rhein „[:die Baustelle] 03-2021“

Ulrich Wössner (links) und Martin Cleis beim Aufbau ihrer Werke im StapflehusFoto: zVg/Alfred Humm Foto: Weiler Zeitung

Anlässlich des 75. Geburtstags des Weiler Künstlers Martin Cleis (wir berichteten am 16. Januar) zeigt die Städtische Galerie Stapflehus vom heutigen Samstag an bis zum 24. Mai eine Gemeinschaftsausstellung zusammen mit Ulrich Wössner unter dem Titel „[:die Baustelle] 03-2021“. Das „T“ zieht sich hierbei als architektonische Stützform, Zeichen und Symbol durch alle drei Etagen des Hauses.

Weil am Rhein. Vor Baustellen wird gewarnt. Sie werden abgesperrt, gemieden, umfahren. Einige verhindern zeitweise ein Weiterkommen. Unbefugten ist das Betreten verboten. Das ärgert die einen, andere gruppieren sich schaulustig darum herum. Baustellen machen neugierig.

Genau diese Neugierde wollen die beiden Künstler mit ihrem Ausstellungstitel und ihren Werken wecken, und im Gegensatz zum üblichen Betretungsverbot von Baustellen sind alle eingeladen, sich die Ausstellung im Stapflehus anzusehen.

Das speziell für die Ausstellung von Cleis und Wössner gemeinsam erarbeitete Konzept ist auf die drei unterschiedlichen Etagen der Galerie ausgerichtet, heißt es in der Ankündigung des Kulturamts.

Im Erdgeschoss erwarten die Gäste unter anderem zwei T-förmige Skulpturen. Eine gehört zur Baustruktur des Stapflehus, die andere hingegen wurde von den Künstlern bewusst unübersehbar platziert. Im ersten Obergeschoss wecken auf dem Boden in strenger Reihung platzierte Backsteine, aus denen Zollstöcke in T-Form ragen, Assoziationen zu realen Baustellen oder auch Massengräbern. Im Dachgeschoss steht ein T allein auf einem Spiegel mitten im Raum.

Zu den Künstlern

Martin Cleis wurde in Basel geboren und erhielt dort eine künstlerisch-pädagogische Ausbildung an der Kunstgewerbeschule. Nach seinem Abschluss als Diplom-Kunsterzieher widmet er sich seit 1973 den Kunstsparten Malerei, Druckgrafik, Installation, Fotografie und Video. Zahlreiche Auslandsaufenthalte führten ihn unter anderem nach Spanien, Portugal, die USA, Brasilien, Japan und Taiwan. Werke von Cleis finden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen im In- und Ausland.

Ulrich Wössner lebt und arbeitet in Weil am Rhein. Er studierte Vergleichende Religionswissenschaften, Ethnologie und Germanistik und absolvierte eine Ausbildung zum analytischen Psychologen nach C. G. Jung. Er arbeitete im Jugendhilfebereich und in eigener Praxis. Vor mehr als 20 Jahren fand er zur Objektkunst. Seit 2016 ist er als freischaffender Künstler tätig und war seitdem an zahlreichen Ausstellungen beteiligt, heißt es in der Mitteilung abschließend.

Weitere Informationen: Bis zu drei Personen dürfen das Stapflehus, Bläsiring 10, gleichzeitig mit Terminvereinbarung besuchen, Tel. 07621/704412. Geöffnet ist es samstags von 15 bis 18 Uhr, sonntags und feiertags von 14 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Näheres gibt es im Internet unter www.stapflehus.de.

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