Weil am Rhein Die Bürger miteinbeziehen

Vor dem Rheincenter bietet Sonia Bekhoucha-Held die Gesprächsrunden an. Foto: Saskia Scherer Foto: Weiler Zeitung

Seit etwas mehr als drei Monaten ist Sonia Be­khoucha-Held Quartiersmanagerin in Friedlingen. Sie hat sich ein erstes Bild vom Stadtteil gemacht und verschiedene Kontakte geknüpft. „Nun ist es Zeit, die Einwohner zu hören“, meint sie im Gespräch mit unserer Zeitung. Deshalb hat sie die Aktion „Unser Friedlingen“ ins Leben gerufen.

Von Saskia Scherer

Weil am Rhein. An sieben Terminen innerhalb von drei Wochen wird dafür eine Sitzecke vor dem Rheincenter – vor dem Geschäft „Jeans Road“ – aufgebaut. Dort will sie in Erfahrung bringen, was die Bürger umtreibt und „wie ihr Herz für Friedlingen schlägt“. Eigentlich sei die Aktion schon früher geplant gewesen. „Aber durch die Corona-Situation ist es schwierig. Darum haben wir diese Lösung im Freien gefunden.“

Zur Auftaktveranstaltung am Mittwochnachmittag kamen laut Bekhoucha-Held fünf Personen. „Das ist schon ganz gut für das erste Mal“, findet sie. Es sei zu spüren, dass viel Energie und Liebe für den Stadtteil vorhanden seien. Angesprochen wurden Themen wie Müll und Verkehr, Kinder wünschten sich mehr Spielplätze. Erstmals angeregt wurde gegenüber der Quartiersmanagerin der Punkt „Nachhaltiger leben im Stadtteil“.

Über ihre Kontakte, aber auch mit Plakaten hat Be­khoucha-Held auf die Gesprächsrunden aufmerksam gemacht. „Ich hoffe, dass die Info angekommen ist. Es ist wichtig, die Bürger miteinzubeziehen und vor Ort zu sein“, sagt sie. Nach den drei Wochen will sie den Austausch gerne direkt dorthin verlagern, wo die Menschen wohnen. Außerdem hat sie eine Auswertung der Anregungen geplant.

Unterstützung von verschiedenen Akteuren

Für ihre Idee erhält sie viel Unterstützung, freut sich die Quartiersmanagerin, beispielsweise vom Rheincenter, wo sie die Sitzecke aufbauen und die Sitzsäcke hinterher lagern darf. Auch der Stadtteilverein ist mit an Bord, ebenso erhält sie Hilfe von den Elternmentoren, falls Dolmetschen nötig ist. „Ich war beim ersten Termin keine fünf Minuten alleine vor Ort, hoffentlich geht es so weiter.“

In den ersten drei Monaten ihrer Tätigkeit lag ihr Fokus darauf, Menschen kennenzulernen – ob aus dem sozialen Bereich, der Wirtschaft oder aus den Vereinen. „Die Leute sind sehr aktiv.“ Und ihr erster Eindruck, dass die Menschen es lieben, in Friedlingen zu leben und sich sehr engagieren, sei noch bestärkt worden. „Allerdings würde ich gerne für mehr Verknüpfungen sorgen, jeder macht sein Ding nebeneinander – dabei passt vieles zusammen.“ Sie sei auch sehr herzlich willkommen geheißen worden. „Die Freude ist groß über die Quartiersarbeit. Und das ist das Wichtigste überhaupt.“

Weitere Treffen am Rheincenter vor dem Geschäft „Jeans Road“ sind am 14., 15., 21. und 22. Oktober, jeweils von 16 bis 18 Uhr.

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