Weil am Rhein Die Dreiländergalerie ist eröffnet

Saskia Scherer , aktualisiert am 29.09.2022 - 17:38 Uhr
Haben bei der Eröffnung der Dreiländergalerie feierlich das Band durchschnitten: (von links) Centermanager Andreas Thielemeier, Architektin Yvonne von Salm, WWT-Geschäftsführer Peter Krause und Investorenberater Peter Littmann (ganz rechts Moderatorin Heike Greis). Foto: Saskia Scherer

Hunderte neugierige Kunden tummelten sich am Donnerstagmorgen vor dem Haupteingang der Dreiländergalerie, die um 10 Uhr feierlich eröffnet wurde. Nachdem das goldene Band durchschnitten war, stürmten die Menschen den neuen Einkaufstempel. Bereits am Vorabend hatte es eine Feier für geladene Gäste gegeben, an der rund 500 Personen teilnahmen. Die Moderation übernahm Frauke Ludowig.

Die Angebotsvielfalt in Weil am Rhein vergrößere sich deutlich, sagte Erster Bürgermeister Rudolf Koger in Vertretung von Oberbürgermeister Wolfgang Dietz in seiner Eröffnungsrede bei der Feier. Des Weiteren helfe die Dreiländergalerie, den Abfluss der lokalen Kaufkraft zu vermeiden. Die Weiler Bevölkerung orientiere sich bei Waren, die über den täglichen Bedarf hinaus gehen, sehr stark an auswärtigen Einkaufsmöglichkeiten. „Das kann ab heute anders sein“, meinte Koger.
Auch in der Stadtentwicklung bilde das neue Einkaufscenter einen Mosaikstein. „Mit dem vom Gemeinderat verabschiedeten Märkte- und Zentrenkonzept wurde das klare Ziel formuliert, das Heil städtischer Entwicklung nicht auf der grünen Wiese zu suchen, sondern Dienstleistungen und Einkaufen im innerstädtischen Bereich zu stärken, erinnerte der Erste Bürgermeister. Damit seien guten Voraussetzungen geschaffen,  auch die nächsten Schritte zur Zentrumsbildung zu gehen – Stichwort Fußgängerzone.
Nun sei der Moment, der Zukunft zuversichtlich und optimistisch entgegen zu sehen. „Eine Stadt ist nie fertig. Sie ist stets in Bewegung.“

Hanglage architektonisch eine Herausforderung

Die Dreiländergalerie setze zudem architektonisch ein Zeichen, findet Koger. „Sie springt sofort ins Auge.“ Frauke Ludowig sprach von einem „fantastischen Bau“.  „Wie geht so etwas –  ist das Business as usual?“, wollte sie von Architektin Yvonne von Salm wissen. „Es war eine neue Herausforderung“,   sagte diese. Jedes Projekt sei etwas Besonderes. „Die Proportionen sind gut gelungen“, zeigte sie sich stolz. „Wir haben versucht, innen und außen zu verknüpfen.“   Die größte Herausforderung sei das Grundstück mit der Hanglage gewesen. „Das brauchte Gehirnschmalz.“  
Der Standort sei genial, befand Peter Littmann, Bevollmächtigter   der Investoren. Die Brüder Pinchas und Samuel Schapira hatten wegen jüdischer Feiertage an der Feier nicht teilnehmen können. „Die Schapiras sind unternehmerisch erfahren und wollten hier etwas Neues angehen: ein Center von Anfang an und für lange Zeit kreieren. Das Ziel laute, dass die Kunden kommen und auch bleiben. Littmann schätzt, dass vor allem Einkäufer aus der Schweiz kommen werden.
Centermanager  Andreas Thielemeier betonte aber, dass nicht nur die Kunden aus den Nachbarländern angesprochen werden sollen, sondern auch die Weiler. Sie hätten die lange  Bauzeit und Beeinträchtigungen in Kauf genommen. Die Dreiländergalerie sei eine Bereicherung für die Stadt, und die ortsansässigen Händler müssten keine Angst haben, ist Thielemeier überzeugt:  „Das Center wird die Stadt befruchten.“
Am Ende des offiziellen Programms durfte Thielemeier   noch einen symbolischen Schlüssel  von   Ralph Scheer vom Projektsteuerer Drees & Sommer entgegennehmen.

Zahlreiche Kunden  warten auf den Einlass

Rund zwölf Stunden später drängten sich dann die Kunden vor dem Haupteingang, um in   das Einkaufscenter eingelassen zu werden.  „Ich freue mich riesig, die Dreiländergalerie ist ein absolutes Highlight“, sagte Peter Krause, Geschäftsführer der Weil am Rhein Wirtschaft & Tourismus GmbH (WWT). Gemeinsam mit Yvonne von Salm, Andreas Thielemeier und Peter Littmann durchschnitt er das goldene Band. Anschließend durften die Kunden, angeführt von einer Marching Band, die Türen passieren und die Dreiländergalerie mit ihren rund 70 Geschäften und Gastronomiebetrieben erkunden.

Befürchtetes Verkehrschaos ist ausgeblieben

Für den Eröffnungstag der Dreiländergalerie haben viele ein Verkehrschaos in der Weiler Innenstadt befürchtet. Das ist ausgeblieben, wie der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Freiburg, Mathias Albicker, auf Nachfrage am Nachmittag sagte: „Es gab ein erhöhtes Verkehrsaufkommen wie auch an einem  Einkaufssamstag.“ In der Folge gab es etwas Rückstau, und es kam zu Wartezeiten. Unfälle oder Sachbeschädigung im Verkehrsbereich seien keine beim Weiler Polizeirevier gemeldet worden. Nur eine Meldung zur Dreiländergalerie kam beim Pressesprecher gerade rein: Es wurde  Werkzeug und Material von der Baustelle gestohlen. Aber dazu laufe noch die Aufnahme.
Diesen Eindruck bestätigte Stadtsprecher Mirko Bähr: Das Verkehrschaos  sei –   Stand 14.30 Uhr – ausgeblieben. „Der Gemeindevollzugsdienst hat   aber ein Vielfaches an Verwarnungen ausgestellt was das Parken betrifft, und zwar rund um den Kaufring und den Rathausplatz.“
Erster Bürgermeister Rudolf Koger hatte bei der Eröffnung für geladene Gäste zum Thema Verkehrsaufkommen gesagt, wie bei allen Neuerungen gelte es, Geld aufzubringen, aber auch erforderlichenfalls schnell zu reagieren.

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