Weil am Rhein Die jungen Wähler erreichen

Der Stadtjugendring hat mit der Kampagne „Genies wählen“ versucht, Jugendliche und insbesondere Erstwähler für die Wahl zu begeistern. Foto: sba

Weil am Rhein - Der Stadtjugendring Weil am Rhein (SJR) hat mit der Kampagne „Genies wählen” versucht, rund um die Europa- und Gemeinderatswahl Jugendliche und insbesondere Erstwähler für die Wahl und den Gang an die Wahlurne zu begeistern. Die Bilanz fällt positiv aus.

Da insbesondere die Wahlbeteiligung in den vergangenen Jahren „immer wieder eine Herausforderung war“, hatte sich der Stadtjugendring bei der jüngsten Delegiertenversammlung entschieden, gezielt Erstwähler und Jugendliche bis 26 Jahre anzusprechen, heißt es in einer Pressemitteilung. Mittels digitaler Werbung und Informationsangeboten auf der eigenen Internetseite wurden Jugendliche über „ihre Wahl“ informiert.

Aktionen

Dabei hat der SJR Weil nicht nur über die Wichtigkeit und die Partizipationsmöglichkeiten informiert, sondern insbesondere auch den Jugendlichen deutlich gemacht, wieso die eigene Stimme so relevant ist und was diese auch schon auf der Gemeindeebene bewirken kann, heißt es.

Dabei griff der Stadtjugendring sowohl auf entsprechende Materialien und Unterstützungen des Landesjugendrings „Genies wählen“, wie den Wahl-o-Mat, zurück, und bewarb auch die Veranstaltung „Politik und Pizza“ der Stadtjugendpflege mit.

Resultate

Insgesamt erzielte der Stadtjugendring fast 20 000 Interaktionen mit Jugendlichen mit dieser Kampagne auf Facebook, Instagram und auf der Webseite – rund 90 Prozent davon aus dem Raum Weil am Rhein.

Fazit

„Dass wir so viele Interaktionen erzielten, war für uns erst einmal unglaublich und zeigt uns, dass die Jugendlichen unser parteipolitisch neutrales Angebot doch zu schätzen wissen,“ meint Jörg Corsten, Vorsitzender des Stadtjugendrings. „Gleichzeitig hören wir immer wieder die Klagen der Parteien, dass sich Jugendlichen nicht für Politik interessieren – das ergibt für uns einfach noch kein konsistentes Bild. Hier können wir nur spekulieren: Liegt es an den Parteien, an ihrem Programm oder auch an der Art und Weise, wie die Parteien Jugendliche ansprechen?“

Zwar haben alle Parteien allgemeine lokale Webseiten, aber eine laufende Berichterstattung über ihre inhaltliche Arbeit finde nur selten zwischen den Wahlen statt, heißt es seitens des Stadtjugendrings. Auf Instagram und Facebook sind vereinzelte Angebote zu finden – nicht alle seien aktuell. Hier sieht der SJR einen ersten Ansatzpunkt.

Weiteres Vorgehen

„Aufgrund der guten Resultate sind wir uns sicher, dass der Stadtjugendring diese Kampagnen in Zukunft weiter führen wird“, heißt es. Außerdem soll zusammen mit anderen Institutionen, wie dem Jugendparlament und der Stadtjugendpflege, überlegt werden, wie Jugendliche für Politik und insbesondere für ihre Wahl begeistert werden können.

Aufgrund von Kapazitätsgründen wurden dieses Mal eine geplante Postkartenaktion oder andere (Offline-)Formate nicht weiterverfolgt. „Sicherlich gibt es da noch eine Vielzahl anderer guter Ansatzpunkte“, hat der Stadtjugendring noch weitere Ideen.

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