Weil am Rhein - Das vorweihnachtliche Treffen der ehemaligen Stadträte und Kreisräte ist stets ein besonderes Ereignis. 41 Gäste, so viel wie schon lange nicht mehr, kam am Mittwochabend zum geselligen Beisammensein und guten Essen in den Gemeinschaftsraum im Rathaus.

Christel Stauß, Präsidentin der Altstadträterunde, und die Stadtverwaltung hatten eingeladen. Der Einladung gefolgt waren auch Marlies Buchheimer, Karin Willmann und Gerard Erhard, Altstadtrat aus Hüningen.

Jahresprogramm

Das Jahresprogramm 2018 sei auf wenige Veranstaltungen beschränkt gewesen, berichtete Stauß. Der Ausflug mit dem Schiff nach Rheinfelden fand wegen Niedrigwasser bereits bei Kaiseraugst ein Ende. Dennoch sei die Stimmung sei sehr gut gewesen. Besichtigungen des Textilmuseum oder der aktuellen Ausstellung im Heimatmuseum standen ebenso an. „Sehr gut besucht“ war der monatliche Stammtisch der Altstadträte im Gasthaus Hebelhof.

OB liefert Überblick

OB Wolfgang Dietz nutzte die Gelegenheit, um einige Entwicklungen in der Stadt vorzustellen. Ein „Highlight“ sei die Baustelle Hangkante. Das in Bau befindliche Einkaufszentrum soll den Eingangsbereich der Stadt von Westen her dominieren. Bei der Gestaltung hätten einige der anwesenden Stadträte mitgewirkt, sagte Dietz.

Der angespannte Wohnungsmarkt stelle ein „zentrales Thema“ dar, dem entgegengewirkt werden müsse. Nicht ohne Augenzwinkern erklärte der Oberbürgermeister, die „neue Weiler Währung heißt Kunstrasenplatz“. Bei allen Wünschen an die Stadtverwaltung, der Gemeinderat müsse auch „Nein“ sagen können, schloss der OB Dietz seinen Rückblick.

Ein wichtiges Projekt sei die Sanierung der Gemeinschaftsschule. Die Arbeiten an dieser Pflichtaufgabe brächten immer wieder unangenehme Überraschungen mit sich, denn die Kosten sind auf mehr als 13 Millionen Euro gestiegen. Aber auch „Juno 2“ (Jugendzentrum und Kita in Friedlingen) sowie die Rathauserweiterung stehen für die Stadtverwaltung auf der Agenda.

Positives Entwicklung

Es gebe jedoch auch Erfreuliches, so der OB. Die „heimlichste Baustelle von Weil am Rhein“, die Nord-West-Umfahrung könne abgeschlossen werden.

Dass die Zollfreie Straße seit fünf Jahren und die Tram-Linie 8 seit vier Jahren reibungslos funktionierten und sehr gut angenommen würden, sei ebenfalls ein Grund zur Freude. Der Erfolg, so stellte Dietz fest, habe viele Mütter und Väter, der Misserfolg sei wohl eher ein Waisenkind.

„Bin zuversichtlich“

Insgesamt gehe er „zuversichtlich und positiv“ in die Zukunft. Dies vor dem Hintergrund, dass es Menschen gebe, so wie die versammelten Ehemaligen, die sich sachlich und engagiert in der Stadt einsetzten.

Daniela Kaiser, Anja Biechele-Wichert und Hans-Peter Kaiser sorgten für Essen und Getränke. Gesellig, mit vielen guten Gesprächen, endete das vorweihnachtliche Treffen der Altstadträte im Rathaus.