Weil am Rhein Die Wiedersehensfreude ist groß

Nach aktuellem Stand kann der Spielbus im Sommer wieder seine Stationen in den Stadtteilen anfahren. Foto: Alisa Eßlinger

Weil am Rhein - Seit zweieinhalb Wochen haben die Weiler Jugendhäuser wieder geöffnet. Die Kinder und Jugendlichen freuen sich sehr, dass sie wieder kommen können, wie Verena Eyhorn, Teamleiterin der Stadtjugendpflege, im Gespräch mit unserer Zeitung berichtet.

Vor allem die Angebote für Kinder und Teenager werden sehr gut angenommen. „In Haltingen und Friedlingen haben wir wieder regelmäßig Besucher, und auch in Märkt hat ein erstes Treffen stattgefunden“, erzählt Eyhorn. Das Jugendcafé in Alt-Weil sei im Sommer stets weniger frequentiert, so auch dieses Jahr. „Da sind wir dann verstärkt in der mobilen Jugendarbeit tätig und suchen die Jugendlichen an den Plätzen auf, wo sie sich häufig aufhalten.“ Es wird zudem vermehrt Einzelfallhilfe angeboten, etwa beim Bewerbungen schreiben. Die Situation stelle sich derzeit sehr schwierig dar. „Der Jobmarkt ist abgegrast“, weiß die Teamleiterin.

Mit den Kindern und Teenagern wurde an den ersten Öffnungstagen vor allem geredet. „Der Gesprächsbedarf war sehr groß, also haben wir am Anfang den Fokus weniger auf Aktivitäten gelegt, sondern sind einfach zusammengesessen und haben uns ausgetauscht“, berichtet Eyhorn. Die jungen Besucher erzählten von der Zeit in der Isolation und wie sehr sie sich jetzt freuen, dass sie wieder zusammen sein können.

Insgesamt kommen etwas weniger Besucher als vor Beginn der Corona-Krise. „Es ist schon noch Zurückhaltung zu spüren.“ In Friedlingen sei die Zahl der Teilnehmer aber auch begrenzt aufgrund der Größe des Jugendhauses. Pro Öffnungstag und Haus kommen laut Eyhorn zwischen zehn und 20 Besucher. Das passe dann aber auch gut, um den nötigen Abstand einhalten zu können.

Basteln, töpfern und Fahrrad fahren

Es gibt Bastelangebote, es wird getöpfert und die Stadtjugendpfleger halten sich mit den Kindern und Jugendlichen sehr viel im Freien auf. „Draußen ist es einfach sicherer“, meint die Teamleiterin. Die Corona-Vorgaben würden von den Besuchern aber auch sehr gut angenommen. „Am Tischkicker muss ein Mundschutz getragen werden, weil der Abstand dort nicht eingehalten werden kann, aber das ist für die Jugendlichen kein Problem.“ Viele seien es auch schon gewohnt, weil sie auch manchmal einkaufen gehen.

In Friedlingen startet das Team nun auch wieder mit der AG an der Rheinschule. „Dort sind wir dann zweimal in der Woche bei der Mittagsbetreuung dabei“, kündigt Eyhorn an. Dadurch werde das Angebot der Stadtjugendpflege dann wieder präsenter für die Kinder sein.

Ansonsten wird das normale Programm in den Jugendhäusern angeboten, eben eingeschränkt auf Kreativ- und Bewegungsangebote, gemeinsames Kochen wie sonst ist zum Beispiel nicht möglich. Wenn das Wetter weiter mitspielt, sollen wieder Ausflüge unternommen werden. Von der JuKe in Haltingen aus ist beispielsweise eine Fahrradtour geplant.

Ansonsten hoffe das Team, dass es weitere Lockerungen gibt oder zumindest keine „zweite Welle“ kommt. Stand jetzt könne nämlich wieder der Spielbus seine Stationen in den Stadtteilen in den Sommerferien anfahren. Dort gibt es dann immer ein Wochenmotto mit Wochenprogramm.

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