Weil am Rhein Drei auf einen Streich

Weil am Rhein - Die Stadt hat gestern Nachmittag gleich drei Sportanlagen zur offiziellen Nutzung übergeben. Für 2,5 Millionen Euro sind ein neuer Winternaturrasenplatz, ein neuer Kunstrasenplatz und eine besondere Freiluftsportanlage auf dem Sportgelände in Friedlingen entstanden.

„Das Ergebnis kann sich sehen lassen“, lobte Oberbürgermeister Wolfgang Dietz bei der Übergabe, in deren Rahmen er einen Ball an den Bosporus FC Friedlingen und einen an die Stadtjugendpflege als verantwortliche Nutzer überreichte. Coronabedingt fiel die offizielle Inbetriebnahme der Sportanlage kleiner aus.

Groß war hingegen die Freude über das aus dem Sportkonzept der Stadt resultierende Ergebnis, das im Zusammenhang mit der Errichtung der angrenzenden Kindertagesstätte und des Jugendzentrums steht. So zwang das an der Blauenstraße entlang verlaufende und im Bau befindliche Gebäude dazu, die Heimstätte der Friedlinger Fußballer neu aufzuteilen. Zwar musste der bisherige große Hartplatz weichen, dafür kann die kleinere Version als Kunstrasenplatz mit Flutlichtanlage nun für Trainingszwecke und für die jüngeren Kicker als Spielfeld punkten. Gekickt wird hier auf einem unverfüllten Flor.

Während es sich hier um eine komplette Neuanlage samt Drainage, Tragschicht und Kunstrasen handelt, wurde beim Winternaturrasen das alte Grün entfernt, der Unterbau angelegt, eine Beregnungsanlage eingebaut und sechs Fluchtlichtmasten wurden errichtet. Dreieinhalb Monate Bauzeit reichten aus, um die alte Sportstätte mit der neuen Ausstattung zu versehen.

Als „bauliche Besonderheit“ bezeichnete der Oberbürgermeister die überdachte Freiluftsportanlage, die auch als „McArena“ bezeichnet wird. „Sie ist in Südbaden die erste ihrer Art.“ In diese werden laut Dietz viele Hoffnungen gesetzt, da sie vielfältig für Kinder und Jugendliche nutzbar ist – von Fußball über Hockey bis zu Basketball und anderen Sportarten. „Gerade deshalb ist diese Freiluftarena auch ein Bindeglied zwischen den dem Fußball gewidmeten benachbarten Plätzen und dem Jugendzentrum.“ Als wesentlicher Ideengeber trat hier Erster Bürgermeister Christoph Huber auf. Dieser verwies aber auch auf Sachgebietsleiter Norbert Nußbaumer, der seinerzeit mit einem entsprechenden Prospekt den Tipp gegeben hatte.

Dass Investitionen in die städtischen Sportstätten schon immer einen hohen Stellenwert in den kommunalen Entscheidungen hatten, hob das Stadtoberhaupt im Rahmen seiner Rede aber auch hervor. „Weil am Rhein hat sich stets als Sportstadt verstanden.“ Dies geschehe weiterhin aus der Überzeugung, dass sportliche Aktivitäten und Vereinsleben wesentliche Elemente einer Stadtgesellschaft seien.

Alfred Schöne, Präsidiumsmitglied des Turn- und Sportrings, bedankte sich beim Gemeinderat und der Stadt, die für die Anlage viel Geld in die Hand genommen hätten. „Das ist nicht selbstverständlich.“ Den BFCF-Kickern wünschte er viel Erfolg.

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