Weil am Rhein Drei Ringe zu einem verschmelzen?

Weiler Zeitung
Wohin führt der Weg für die drei Dachorganisationen? Foto: Marco Fraune

Die Stadtjugendring-Spitze soll in den kommenden Wochen und Monaten prüfen, ob eine Verschmelzung mit dem Kulturring sowie dem Turn- und Sportring sinnvoll und machbar ist. Im Rahmen einer außerordentlichen Delegiertenversammlung ist ein entsprechender Antrag von Spitzenvertreter Alfred Schöne positiv aufgenommen worden.

Von Marco Fraune

Weil am Rhein. Als Präsidiumsmitglied des Turn- und Sportrings sowie im Vorstand des Stadtjugendrings weiß der engagierte Ehrenamtliche um die Besetzungsprobleme in den städtischen Ring-Organisationen. Daher brachte er den Prüfauftrag auf den Weg, ob es also mit dem Kulturring beziehungsweise auch dem Turn- und Sportring eine größere Schnittmenge gibt, zum Beispiel für gemeinsame Veranstaltungen. Zugleich könne es bis zu einer Verschmelzung der drei Dachverbände reichen. Es gibt laut Schöne drei mal drei Teams, die etwa das gleiche machen. Daher könnten die Aktiven voneinander profitieren. Erst einmal gelte es, miteinander zu schauen und eventuell dann später eine weitreichendere Entscheidung zu treffen.

„Es wird von Jahr zu Jahr schwieriger“, weiß er um die Besetzungsschwierigkeiten in den Dachorganisationen. Beispielsweise sei daher eine Überlegung, die Beiträge gemeinsam zu kassieren oder auch gemeinsam Anträge zu formulieren, setzt Schöne auf Synergieeffekte. Wenn Vorstandsaufgaben gebündelt würden, schaffe dies Freiräume für andere Projekte. „Ziel ist, einen Koordinator in der Stadtverwaltung zu etablieren, dieser könnte die Verwaltungsaufgaben bündeln“, wurde Schöne am Montagabend auch noch konkreter. Als Zeithorizont schwebt ihm hier ein Zeitraum von bis zu drei Jahren vor. Auch über eine gemeinsame Sportlerehrung in modifizierter Form könnte nachgedacht werden, erklärte er weiter. Stadtjugendring-Vorsitzender Corsten ergänzte zudem, dass es bei den drei Dachverbänden auch zu Überlappungen komme. Der ESV Weil am Rhein sei ebenso wie der CVJM sowie die DLRG im Stadtjugendring als auch im Turn- und Sportring.

Kein neuer Vorsitzender

Die ersten Rückmeldungen aus der Versammlung waren positiv, wobei nur wenige Vertreter der Mitgliedsorganisationen dabei waren, weshalb die eigentliche Delegiertenversammlung zu einer außerordentlichen Zusammenkunft herabgestuft werden und die Abstimmung über Anträge und die Wahl des neuen Vorstands auf den 14. März verschoben werden musste. Eigentlich wollte Corsten sein Amt abgeben, wobei nun die Suche nach einem Nachfolger nochmals intensiviert werde.

Das sagen die Vorsitzenden

Angesichts der Rückmeldungen will die Stadtjugendring-Spitze nun zugleich an die anderen beiden Weiler Dachorganisationen herantreten, um die Zusammenarbeit bis hin zu einer Fusion auszuloten. Der Präsident des Turn- und Sportrings, Michael Wilke, erkennt ähnliche Aufträge und Zielgruppen der Ringorganisationen. „Es ergibt großen Sinn, zu überlegen, was man bündeln und konzentrieren kann“, das habe auch Corona und die Datenschutzgrundverordnung gezeigt. Die drei Organisationen stünden vor identischen Herausforderungen. René Winzer, Vorsitzender des Kulturrings, gab sich auf Anfrage gesprächsbereit. Er wolle sich aber noch nicht positionieren, da die Überlegungen zuerst miteinander besprochen werden müssten.

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