Weil am Rhein Dreiländergalerie: Heftige Kritik an Parkgebühren

Ingmar Lorenz
Die Dreiländergalerie Foto: Ingmar Lorenz

Weil am Rhein - Stadtrat Axel Schiffmann (UFW) platzte in der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am Dienstagabend der Kragen. In Rage hatte ihn die Nachricht gebracht, dass das Parken an der Dreiländergalerie pro Stunde 1,80 Euro kosten soll. Schiffmann befürchtet vor diesem Hintergrund gravierende negative Folgen für die geplante Fußgängerzone in Weil am Rhein. Denn die Idee, dass die Kunden der Dreiländergalerie nach ihrem dortigen Einkauf anschließend noch einen Abstecher in die Fußgängerzone machen, sei vollkommen unrealistisch, wenn sie pro Stunde 1,80 Euro für ihren Parkplatz bezahlen.

Symbolwirkung verheerend

Dabei gehe es laut Schiffmann weniger um den genauen Betrag, als vielmehr um die Symbolwirkung, die von den kostenpflichtigen Parkplätzen ausgehe. Die Auswirkungen werden für Weil am Rhein gravierend sein, glaubt der Stadtrat, der die Verwaltung dazu aufrief, das Gespräch mit dem Investor der Dreiländergalerie zu suchen, um vielleicht doch noch eine Lösung zu finden. Dass an dem Parkkonzept der Dreiländergalerie noch etwas verändert wird, sei jedoch unwahrscheinlich. Denn wie Bürgermeister Martin Gruner ausführte, habe die Stadt keine rechtliche Handhabe, um ein freies Parken an der Dreiländergalerie durchzusetzen.

Man hätte im Vorfeld auf diesen Punkt bestehen sollen und im Fall der Fälle eben auf einen Vertragsabschluss verzichten müssen, hielt Schiffmann dagegen, der aus seinem Ärger keinen Hehl machte: „Es kotzt mich an!“ Auch der Hinweis seines Ratskollegen Johannes Foege (SPD), dass durch die Parkgebühr gegebenenfalls vermehrt auf den ÖPNV umgestiegen werde, stimmte den UFW-Stadtrat nicht milde.

Eröffnung nächste Woche

Die Dreiländergalerie eröffnet am kommenden Donnerstag mit zahlreichen Geschäften – unter anderem dem Ankermieter Peek & Cloppenburg. Der vorgesehene Einzug des Alnatura-Markts wird sich hingegen laut jüngsten Berichten verschieben.

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