Weil am Rhein Duo nur kurz von Corona ausgebremst

Sabine Theil (links) und Elke Fischer liefern einen besonderen Eindruck von der Containerschifffahrt. Foto: LWL-Industriemuseum/Annette Hudemann Foto: Weiler Zeitung

Weil am Rhein (mcf). Eine besondere Ausstellung an einem besonderen Ort: Im Schiffshebewerk Henrichenburg im nordrhein-westfälischen Waltrop wird die „Zeit im Fluss – Mit dem Containerschiff von Basel nach Rotterdam“ aktuell präsentiert. Die Fotografin Elke Fischer und die Texterin Sabine Theil zeigen in dem Museum des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) ihre eindrucksvolle 14-tägige Reise auf der „Grindewald/Mürren“. Ausgebremst wurden die beiden Weilerinnen zuletzt zwar von dem Shutdown, doch die Darstellungen und Schilderungen auf den 400 Quadratmetern Ausstellungsfläche sind mittlerweile trotz der coronabedingten Ausfälle von Führungen und des Wegfalls von Gruppenbesichtigungen gefragt. 15 000 Personen haben sich vor Ort schon einen Eindruck verschafft, wie die Freiberuflerinnen die Containerschiff-Tour in Wort und Bild gefasst haben. Auch ein 200 Seiten starkes Buch mit dem Titel „Zeit im Fluss“ ist vor längerem daraus erwachsen.

„Die Besucherzahl tut gut“, erklärt Fischer im Gespräch mit unserer Zeitung – angesichts der Corona-Einschränkungen sogar „eine Sensation“. Nicht weniger begeistert ist Theil, die um die zurückliegenden Hemmnisse weiß. So ist die Ausstellung schon aufgebaut gewesen, als der Shutdown kam. Die Vernissage wurde abgesagt, doch ab dem 5. Mai war der Zutritt wieder möglich.

Vor wenigen Tagen war das Weiler Duo für einen Pressetermin vor Ort, um die Ausstellung einzuordnen. Mit dabei: Der LWL-Fotograf Martin Holzappels. Er war der Entdecker der Ausstellung, die vor drei Jahren als Wanderausstellung im Rheinmuseum in Emmerich Station gemacht hat. In der Hand hielt er nun sogar das Buch der beiden Weilerinnen, das er noch gerne signieren lassen wollte. Das Ergebnis seiner Kontaktaufnahme konnte er zugleich in Augenschein nehmen: Eine auf das besondere LWL-Museum abgestimmte Ausstellung ist nunmehr auf dem historischen Lastkahn „Ostara“ zu sehen.

Zwar endet die Darstellung der rund 900 Kilometer langen Tour am 8. November. Doch die Rückmeldungen von Seiten der Organisatoren fallen schon äußerst positiv aus, sodass eine gemeinsame Zusammenarbeit für ein weiteres Projekt für die nächsten Jahre ins Auge gefasst wurde. Erst einmal ist aber auch Fischer froh über das Besucherinteresse. „Das ist auch Ansporn.“

Schließlich sind sowohl sie als auch Theil freiberuflich unterwegs und somit von der Corona-Krise kräftig ausgebremst worden. Mittlerweile nimmt das Engagement jedoch wieder Tempo auf, ein grenzüberschreitendes Projekt sei in der Mache. Zudem gebe es noch andere Anfragen, um die aktuelle Ausstellung zu präsentieren – samt der beeindruckenden industriellen Szenarien und idyllischen Landschaften sowie der dargestellten Arbeit auf dem Schiff samt der menschlichen Höchstleistungen, dem Zusammenhalt und der Kameradschaft. Fischer: „Es ist toll zu sehen, dass die Kultur weiter gefragt ist. Man kann was bewirken.“

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