Weil am Rhein Ein bedeutender Meilenstein

Haus 1 (links) und Haus 2 (rechts) sind die ersten beiden Häuser, die von den insgesamt vier fertiggestellt werden. Foto: Marco Fraune

Weil am Rhein - Das größte Bauprojekt der städtischen Wohnbau hat eine weitere Zwischenetappe gemeistert. Gestern Nachmittag ist an der August-Bauer-Straße Richtfest gefeiert worden. Die Fertigstellung der ersten Wohnungen verzögert sich zwar leicht, dafür bleibt das 38-Millionen-Euro-Projekt voraussichtlich im Kostenrahmen.

Die Bedeutung des Baus hob OB Wolfgang Dietz gestern hervor, der verantwortliche Architekt Martin Rau widmete sich der Deutung des Gesamtkomplexes und Wohnbau-Geschäftsführer Andreas Heiler zeigte auf, wie viele Beteiligte bei dem 38-Millionen-Euro-Projekt mitwirken.

Dass es bei dieser Summe bleibt, damit rechnen sowohl Heiler als auch Rau. Für eine rund viermonatige Verzögerung sorgten hingegen die mit der aufgeheizten Baukonjunktur verbundene schwierige Suche nach Baufirmen sowie andere kleinere Hindernisse. So sollen nun Ende Februar die ersten 36 Wohnungen im Haus 1 und Haus 2 bezugsfertig sein und nicht schon im Oktober. „Wir sind im letzten Jahr gut vorangekommen, auch wenn das größere Stück noch vor uns liegt“, wolle man nun aber den „bedeutenden Meilenstein“ feiern, also das Richtfest, so Heiler.

Allein knapp 20 000 Quadratmeter Erdreich hätten schließlich bewegt werden müssen, bevor von der Firma Moser die ersten Gründungen betoniert wurden. In Haus 3 und 4, immerhin fünf- beziehungsweise sechsgeschossig, ging es zwei Stockwerke nach unten. Heiler: „Mit dem Emporwachsen des Gebäudes hat auch die Anzahl der anwesenden Bauarbeiter zugenommen.“ In spätestens zwei Jahren soll bereits mit den Bewohnern das erste Hoffest gefeiert werden.

OB Dietz lehnte die Einordnung des Bauprojekts an den Fußball an. „Ein Richtfest ist wie die Halbzeitpause: Noch kann viel passieren, noch ist das Endergebnis ein gutes Stück entfernt, aber die bisherige Arbeit erlaubt Zuversicht mit Blick auf das endgültige Resultat.“ Das Richtfest sei zugleich ein klares Zeichen, dass die Stadt ihren Beitrag zur Verbesserung der Wohnraumversorgung leisten will. Zuzug aus wirtschaftlichen Gründen, der Arbeitsmarkt, der Zuzug aus humanitären Gründen sowie die Wohnstandards sorgten für einen zusätzlichen Bedarf.

Aus ihrem eigenen Grundvermögen habe die Stadt der Wohnbau zwei Grundstücke mit einer Gesamtfläche von 6179 Quadratmeter im Wege der Erbpacht überlassen, erinnerte Dietz. Der Zins betrage statt der üblichen vier nur 2,5 Prozent. So sei es möglich, für erschwinglichen Wohnraum zu sorgen. Auch Menschen, die nicht in Basel arbeiten, könnten sich hier somit eine Wohnung leisten.

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