Weil am Rhein Ein Bekenntnis zur Tiershow

Die Kamele kamen während der Show zum Einsatz, aber auch in der Pause für das Kamelreiten. Foto: Michael Sesiani Foto: Weiler Zeitung

Der bekannte Circus Roncalli hat vor wenigen Tagen für Ende dieses Jahres das Aus der Tiernummern in den Shows angekündigt. Am vergangenen Wochenende gab es hingegen in Weil am Rhein ein klares Bekenntnis zu Tierdarbietungen in der Manege.

Weil am Rhein. Der Circus Paul Busch ist aktuell mit Kamelen, Zebras, Rindern und auch Pferden unterwegs. Von Freitag bis Montag war das Zirkuszelt auf dem LGS-Festgelände in Weil am Rhein aufgebaut, nun geht es weiter nach Rheinfelden. Dass der Circus Paul Busch klar auf seine Tierdarbietungen setzt, wurde während der Show betont. Ansonsten sei der Zirkus kein Zirkus, sondern nur ein Varieté. Außerdem rühmte sich der Zirkus seiner guten Tierhaltung.

Für drei Euro pro Person konnten die Zirkusbesucher sich davon einen Eindruck verschaffen. Unter einem Zeltdach in verschiedenen Boxen untergebracht, waren kleine Ponys, große Friesenhengste, Ziegen und auch Hunde. Nicht alle Tiere, die hier warteten, kamen in der Show am Sonntagnachmittag dann zum Einsatz, wie etwa die Zebras, doch einige durften dabei noch Extra-Runden drehen. Ebenfalls für einen Extra-Obolus stand Kamel- und Ponyreiten an.

Während der Show bildeten die Tierdarbietungen einen dominierenden Faktor. Zuerst zeigten die sibirischen Kamele, was ihnen Henry Frank beigebracht hatte, also elegant in bestimmten Formationen laufen, auf ein Podest steigen oder in die Knie gehen, um einige Artistinnen zwischen die Höcker zu nehmen.

Kraftvoll und dynamisch kamen einige Friesenhengste daher, die von Markus Frank präsentiert wurden. Die Tierdarbietungen wurden zudem durch „Fliegende Hunde“ ergänzt, die von Henry Frank über, durch und unter Hürden und Stühle geschickt wurden. Auch hoch hinaus ging es für einen Vierbeiner, der dann aufgeschnappt wurde.

Artisten im „Todesrad“

Ähnlich wie Hamster in einem Laufrad ging es hingegen im artistischen Teil mit den Darbietungen für die Zweibeiner weiter. Ins „US „Todesrad“ begaben sich die Gebrüder Frankello, die einen echten Hingucker boten. Vom Boden bis hoch hinaus unters Zeltdach drehte sich das Rad, in dem die zwei Artisten liefen und sprangen – kurzzeitig sogar mit einer über das Gesicht gezogenen Kapuze.

Doch auch andere Artisten zeigten, dass der Circus nicht nur auf die Tierdarbietungen setzt, die gerade von kleineren Kindern als Favoriten auserkoren wurden. Auf insgesamt neun aufeinandergestellte Stühlen machte „Ricardo“ ohne jegliche Sicherung einen Handstand in etwa elf Metern Höhe. Gewagte Luftakrobatik zeigte darüber hinaus auch Benito, der das Schwungseil nutzte. Am Vertikalseil mit Präzision durch die Lüfte schwebten zudem noch zwei Artistinnen, die in Schwarz und Weiß gewandet ebenfalls kurzzeitig bei einigen Besuchern den Atem stocken ließen.

Während der Circus Roncalli künftig ausschließlich genau auf die Darbietungen der Artisten und Clowns setzt, will Busch an den Tieren festhalten, warb der Zirkus auch um die Teilnahme am Blick hinter die Kulissen und in die Ställe, wo die Besucher dann eine Art Streichelzoo geboten bekamen.

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