Weil am Rhein Ein emotionaler Moment

Weiler Zeitung
Wegen der Pandemie konnte Thomas Harms erst jetzt, nach zwei langen Jahren, wieder nach Kiew reisen. Foto: zVg

Weil am Rhein (sc). Nach zwei langen Jahren konnte Thomas Harms vom Verein KiHeV erstmals wieder nach Kiew reisen, um die dort so dringend benötigte Unterstützung zu bringen. 9000 Euro im Gepäck sowie medizinisches Material hatte der engagierte Weiler Apotheker mitgebracht. Alles stammt aus Spenden der Menschen aus der Region, welche das entstandene Leid für die nach der Katastrophe im Reaktor von Tschernobyl Betroffenen nicht vergessen haben.

Unter anderem brachte Harms auch Medikamente mit, die er aus der Notwendigkeit heraus als Eigenbedarf deklariert hatte. „Not macht erfinderisch“, sagt Harms. Unter den Spenden befanden sich auch zehn Kilo Kaffee für das Klinikpersonal, das sich riesig über diese Köstlichkeit gefreut habe, berichtet der Weiler. „Die mitgebrachten Süßigkeiten und das Spielzeug für die kranken Kinder lösten bei den kleinen Patienten großen Jubel aus.“ Diese hätten sich ganz besonders über so viel Aufmerksamkeit gefreut. „Für mich war das ein emotional so bewegender Moment, dass mir die Tränen kamen“, erinnert sich Harms.

Die Inzidenzzahlen in der Ukraine seien stetig steigend, sagt er. Im Rahmen eines Vortrags stellte Harms dem Klinikpersonal die Situation und den Umgang mit der Pandemie in Deutschland vor.

Durch die Hilfe von KiHeV kommt seit Jahrzehnten jährlich dringend benötigte Hilfe in die Klinik nach Kiew. Diese Unterstützung mache Mut, für die Gesundheit der Kinder mit vererbten oder erworbenen Erkrankungen durch die Katastrophe von Tschernobyl weiter zu kämpfen, sagen die Ärzte. Sie seien dankbar und glücklich für diese verlässliche Hilfe. Aus diesem Grund wurde an Harms eine Medaille zur Ehrung von KiHeV überreicht.

Spendenkonten: Sparkasse Markgräflerland DE 22 683518650008131112; Volksbank Dreiländereck DE 79 683900000000380555

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