Weil am Rhein Ein heikles Spiel mit dem Feuer

Der Herbst ist da und mit der dritten Jahreszeit beginnen direkt die nassen Tage. Für die Grillfreunde heißt das allerdings ein nahendes Ende der Saison. Doch die Hartgesottenen treibt es nach wie vor an die Feuerstelle. Dabei werden diese häufig verdreckt hinterlassen. Das heißt dann für die Stadt Weil am Rhein einiges an Arbeit, wie auf Nachfrage unserer Zeitung mit Blick auf den vergangenen Sommer geschildert wird.

Weil am Rhein . Eine richtige Saison für das Grillen gibt es nicht. Egal, ob Frühling, Sommer oder Herbst, die Würstchen oder das Grillgemüse landen bei schönem Wetter schnell auf dem Grill. Gerade während der Corona-Krise hat es die Menschen vermehrt an die frische Luft getrieben und damit auch an den Grill.

In Weil am Rhein gibt es drei Stellen, an denen offiziell das Essen von der Flamme genossen werden kann. Die eine befindet sich auf dem Landesgartenschau-Gelände und die anderen beiden in Märkt und in Ötlingen, die laut Rathaus auch genutzt werden. Schließlich laden die Sitzgelegenheiten dort zum längeren Aufenthalt ein.

Dies bringt allerdings das Problem mit sich, dass die Feuerstellen des Öfteren verschmutzt hinterlassen werden, obwohl Mülleimer an den besagten Plätzen vorhanden sind. Gerade an dem Platz in Märkt, der wegen seiner Rhein-Nähe zum Aufenthalt einlädt. Im vergangenen Jahr zeigten Bilder gefüllte Müllbeutel sowie Dosen und andere Abfallreste. In solchen Fällen muss dann der Betriebshof nachhelfen: „In der Regel werden die Stellen zweimal pro Woche gereinigt. In den Grill-stärksten Monaten – ab Mitte März bis Oktober – sogar auch am Wochenende, sodass sich jemand viermal in der Woche der Plätze annimmt“, teilt das Rathaus auf Nachfrage unserer Zeitung mit. Aber auch die Gefahr von Vandalismus an den Aufenthaltsstellen ist gegeben.

In diesem Sommer waren die Tage häufig heiß und die Regentage sehr gering, dies führte zu einer erhöhten Waldbrandgefahr. Doch die Stadt gibt Entwarnung für die offiziellen Grillstätten: Denn diese seien so angelegt, dass ein Übergreifen der Flammen auf den Wald weitestgehend ausgeschlossen werden könne.

Zum Problem können jedoch die „illegalen“ Grillplätze werden. Um die Ausbreitung einzudämmen, liegen die Bußgelder hierbei im Bereich von 75 bis 15 000 Euro. „Innerhalb dieses Rahmens ist die Ermessensentscheidung zu treffen. Diese orientiert sich zum Beispiel daran, ob durch das Feuer andere Personen oder Sachgüter von erheblichem Wert gefährdet oder gar geschädigt wurden“, erklärt die Stadt. Bei einem vorsätzlichen Verstoß können diese sogar mit einem verdoppelten Bußgeld verrechnet werden.

Um diesen Gefahrenstellen entgegenzusteuern, werden der Gemeindevollzugsdienst, die Ranger im Landschaftspark „Wiese“ sowie Polizei und soziale Kontrollen eingesetzt.

Die Stadt weiß von dem Nutzungsdruck auf das grüne Umfeld. Damit diesem Einhalt geboten wird, versucht man mittels Truz, Grünem Klassenzimmer und Ranger-Dienst sowie restriktiv über den Einsatz von Gemeindevollzugsdienst und Polizei entgegenzusteuern.

Neue Grillstätten sind derzeit nicht geplant, teilt die Stadt mit: „Die Nachfrage nach den bereits angelegten Grillstellen ist vorhanden, daher sind Maßnahmen, um den Nachfragedruck zu erhöhen, nicht sinnvoll.“

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