Weil am Rhein Ein sportliches Zusammenwachsen

Der Weiler Turnverein und der CVJM Lörrach betreiben ab dem kommenden Schuljahr eine gemeinsame Basketball-Grundschulliga. Drei Weiler und zwölf Lörracher Schulen beteiligen sich an dem Projekt, das sich an Viertklässler richtet.

Von Saskia Scherer

Weil am Rhein/Lörrach. Weils Oberbürgermeister Wolfgang Dietz sprach gestern bei der Vorstellung der Liga im Rathaus von einer „ausgezeichneten Idee“. „Das bringt Schulen, Sportvereine und die beiden Städte zusammen – quasi eine Win-Win-Win-Situation“, lobte er.

Hintergrund

Es handelt sich dabei um einen Ersatz beziehungsweise eine Erweiterung der bisher vom CVJM betriebenen Basketball-Grundschulliga Lörrach. „Ballsportarten an den Grundschulen sind rückläufig, das hat mich immer gewundert“, erläuterte Christian Roos vom CVJM zu den Hintergründen. „Aber damit sollte schon an der Grundschule begonnen werden“, fand er. So entstand eine erste Kooperation in Lörrach mit der Eichendorffschule, die „sehr gut einschlug“. Mit fünf Schulen begann vor zwei Jahren die Liga – und nun kommt auch Weil am Rhein dazu. „Es ist wichtig, dass die beiden Städte zusammenwachsen, auch auf Sportbasis“, so Roos. In der Kooperations-Vereinbarung wurden nun die Inhalte und Grenzen festgelegt.

Wie die Liga funktioniert

„Es gibt öfter Spielgemeinschaften, die nur ein, zwei Jahre halten“, sagte TV-Vorsitzender Ulrich Obrist. „Genau das wollen wir nicht, sondern uns gegenseitig stärken, aber auch die sportliche Selbstständigkeit erhalten.“ Die Liga gehöre zu den Hauptpfeilern des Deutschen Basketball-Bunds.

Eine Sportstunde pro Woche wird bei den Viertklässlern der teilnehmenden Schulen ganz dem Basketball gewidmet. Das übernehmen Trainer oder FSJler der Vereine. Drei Turniertage gibt es im Jahr, an denen die Teams aufeinander treffen. „Außerdem finden Grundschulliga-Spiele in den Halbzeitpausen unserer Oberliga-Spiele statt“, erklärte Roos. Beim TV Weil gibt es solche Spiele zwischen den Partien der ersten und zweiten Mannschaft. „Die Halle ist dann voll und die Spieler feuern die Kinder an, das ist toll“, beschrieb Roos die besondere Atmosphäre.

Die Basketball-Abteilung des TV Weil habe ihre Nachwuchsarbeit einige Jahre lang schleifen lassen, berichtete Obrist. Deshalb sei in den vergangenen fünf Jahren vermehrt versucht worden, über AGs und Kooperationen neue Arbeitsfelder zu erschließen. Mittlerweile arbeite der Verein mit sechs Schulen und einem Kindergarten zusammen.

Weil mit im Boot

Für die Basketballliga wurde die Weiler Karl-Tschamber-Schule als Pilotschule bereits vor einem Jahr ins Boot geholt. „Es läuft super“, berichtete Schulleiterin Susan Leonhardt. In der dritten Klasse werde das Interesse bereits über eine Basketball-AG geweckt. Da nach der vierten Klasse ein Schulwechsel ansteht, wird laut Obrist darauf geachtet, dass auch die weiterführenden Schulen entsprechende Angebote haben.

Aber auch die Vereine profitieren: „Seitdem wir an der Karl-Tschamber-Schule angefangen haben, gibt es einen Boom im U12-Bereich“, freute sich Obrist. Drei Basketball-Jugendmannschaften hat der TV Weil, beim CVJM sind es 13.

Folgende Schulen nehmen teil: In Weil am Rhein die Karl-Tschamber-Schule, die Leopoldschule und die Rheinschule; in Lörrach die Neumattschule, die Hellbergschule, die Freie Evangelische Schule, die Eichendorffschule, die Fridolinschule, die Grundschule Tumringen, die Hebelschule, die Salzertschule und die Schlossbergschule. Rund 450 Kinder sind insgesamt dabei.

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