Weil am Rhein Ein Viertel der Schweizer fehlt noch

Die Weiler Innenstadt soll möglichst viele Einkäufer locken, auch aus den beiden Nachbarländern. Foto: Marco Fraune

Weil am Rhein - Die Zahl der eidgenössischen Einkaufstouristen erreicht weiterhin bei weitem nicht das Vor-Corona-Niveau. Bernd Hörenz, Sprecher der Händlervereinigung Weil-aktiv, rechnet hier vorerst auch nicht mit Verbesserungen. Und das hat zwei Gründe.

Angesichts steigender Corona-Fälle dies- und jenseits der Grenze richten sich die bangen Blicke auf die damit verbundenen Auflagen für die Kundschaft – sowohl in der Schweiz als auch im Landkreis Lörrach. Hinzu kommt nun auch noch die Kampagne „Shopp Schwiiz“, mit der die Verbände Agro-Marketing Suisse (AMS), Swiss Retail Federation und der Schweizerische Gewerbeverband (SGV) für den Einkauf in der Schweiz werben. „Das hat nichts mit guter Nachbarschaft zu tun“, findet Hörenz. Auch Claudius Marx, Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Hochrhein-Bodensee, sieht dies kritisch und wirbt vielmehr für einen grenzüberschreitenden Austausch. Unterm Strich bleibt für Weil aktuell aber, dass laut Hörenz ein Viertel der Schweizer Einkaufstouristen noch nicht zurückgekehrt ist.

Als Herausforderungen sehen die Händler auch die Abwanderung von Kunden ins Internet-Geschäft an. Wie viele dem stationären Handel in der Grenzstadt verloren gegangen sind, mag der Weil-aktiv-Sprecher nicht in Zahlen beziffern.

Die IHK biete für eine Innenstadtbelebung auch viele Fach-Treffen an. Und Hoffnung macht Hörenz ebenso, dass Internethändler stationäre Geschäfte eröffnen, da der stationäre Handel wieder mehr zulege. Hinzu kämen schlechte Erfahrungen, die Kunden gemacht hätten – sowohl bei Rücksendungen als auch beim Service.

Die „Dreiländergalerie“ lebe zudem auch von einer attraktiven Weiler Innenstadt, ergänzt der Weil-aktiv-Sprecher. „Die Verweildauer ist auch wichtig für sie.“

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