Weil am Rhein Einblick in tägliche Arbeit und Herausforderungen

Zu Besuch in der Sozialstation: Armin Schuster (rechts) im Gespräch mit Geschäftsführer Erich Schwär Foto: zVg Foto: Weiler Zeitung

Weil am Rhein. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Armin Schuster hat auf Einladung von Geschäftsführer Erich Schwär die katholische Sozialstation in Weil am Rhein besucht. Am Gespräch haben auch Gudrun Schemel vom Caritasverband des Landkreises Lörrach, Jörg Schneider von der katholischen Sozialstation Lörrach-Inzlingen und Carmen Winkler, stellvertretende Pflegedienstleitung in Weil, teilgenommen.

Der Besuch hat Schuster einen direkten Einblick in die tägliche Arbeit und Herausforderungen sowie in aktuelle Debatten gegeben, heißt es in einer Mitteilung. Thematisiert wurden unter anderem die Stellung und das Image des Pflegeberufs in der Gesellschaft, die Bürokratielast und aktuelle gesundheitspolitische Maßnahmen. Schuster fragte explizit nach den praktischen Erfahrungen mit verschiedenen Reformen, etwa mit der generalistischen Ausbildung ab nächstem Jahr.

Ein zentrales Gesprächsthema war die Notwendigkeit der Einführung von E-Verordnungen in der häuslichen Krankenpflege im Rahmen des Digitale-Versorgung-Gesetzes. Mit dem Gesetzentwurf soll unter anderem das Ziel erreicht werden, mehr Leistungserbringern die Vorteile der Digitalisierung zu ermöglichen. Damit werden die technischen Voraussetzungen für die sichere Nutzung verschiedener digitaler Angebote geschaffen, wie etwa die digitale Patientenakte. Zusätzlich soll dafür gesorgt werden, dass papierbasierte Vorgänge und unsichere Übertragungswege zum Auslaufmodell werden. Hierfür hat die Sozialstation bereits die zeitaufwendige Pflegedokumentation auf elektronische Erfassung mit Tablets umgestellt. Schuster: „Es ist für mich gut nachvollziehbar, dass sich Einrichtungen wie die Sozialstation zur Entlastung von Bürokratie die Möglichkeit der elektronischen Verordnung auch für den Bereich der häuslichen Krankenpflege wünschen.“

Genehmigungsprozess vereinfachen

Das „Gesetz für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation“ wurde im Bundeskabinett erst am 10. Juli beschlossen, sodass die parlamentarischen Beratungen noch nicht begonnen haben. „Wenn wir in das neue Gesetz einbezogen werden, kann der bürokratische und sehr zeitaufwendige Genehmigungsprozess zwischen Versichertem, Arzt, Krankenkasse und uns als leistungserbringendem Pflegedienst deutlich vereinfacht und beschleunigt werden“, ist sich Schwär sicher. Die dadurch gewonnene Zeit könne dann dort eingesetzt werden, wo sie wirklich gebraucht wird, nämlich in der Pflege beim Patienten, so Schwär.

Schuster kündigte an, die Vorschläge der Sozialstation, die von den Sozialstationen im Caritasverband der Erzdiözese Freiburg und vom Verband katholischer Altenhilfe in Deutschland gemeinsam initiiert wurden, im Gesundheitsausschuss in Berlin zur Sprache zu bringen.

Sie möchten alle Nachrichten aus Ihrer Gemeinde lesen?
Dann testen Sie unser ePaper – 3 Wochen völlig gratis und unverbindlich! Klicken Sie HIER.

  • Bewertung
    0

Newsticker

blank

Umfrage

Ladestation - Elektroauto

Ein Förderprogramm der Bundesregierung soll mehr Elektroautos auf die Straße bringen. Würden Sie sich ein solches Fahrzeug kaufen?

Ergebnis anzeigen
loading