Weil am Rhein Eine ausdrucksstarke Partnerschaft

Partnerschaft über Grenzen hinweg: Zu einem gemeinsam gestalteten musikalischen Abend haben sich zwei Chöre aus den beiden Partnerstädten Weil am Rhein und Hüningen verabredet. Der Rockchor Ötlingen ist damit einer Gegeneinladung zum „Manhattan Jazz Choir der Huningue“ ins „Triangle“ auf der anderen Rheinseitegefolgt.

Weil am Rhein/Hüningen. Der Vorsitzende des Hüninger Chors, Patrick Graff, eröffnete den Konzertabend in Deutsch und Französisch und stimmte die gut 400 Zuhörer auf einen Abend voller musikalischer Kontraste ein, bei dem es aber auch viele Gemeinsamkeiten wie beispielsweise die Freude an englisch­sprachigen fetzigen Hits oder das Outfit in schwarz-gelb (RCÖ) bzw. schwarz-orange (MJC) gibt.

Anschließend gab Graff die Bühne für die 39 Sängerinnen und Sänger des Rockchors Ötlingen unter der Leitung seines Dirigenten Johannes Henning frei. Für den ersten Teil des Abends hatten die Ötlinger Rock-Klassiker und -balladen mitgebracht, die sie wie immer ohne Noten präsentierten. Dabei wurde der Chor von Gergana Schneider am Klavier und Niklas Gümmer an Cajón begleitet. Nach der Eröffnung mit „Unwritten“ von Natascha Bedingfield führten Annabelle Heier und Beate Schiller zweisprachig durchs Programm, in dem sich Oldies und aktuellere Hits abwechselten.

Spürbare Begeisterung

Auf Amy Winehouses „Rehab“ folgte mit „Under Pressure“ der erste von insgesamt vier Hits von Queen, ehe das Publikum bei „Proud Mary“ in der Version von Ike & Tina Turner spürbar begeistert mitging. Bei „One“ von U 2 kam Gänsehaut-Feeling auf, bevor mit zwei Medleys – Queens „Somebody to love und We are the champions“ sowie von Bon Jovi „Living on a prayer“, „You give love a bad name“ und It’s my life“ – das Publikum bereitwillig mitklatschte und mitsang.

Vor dem letzten Lied bedankten sich die Rockchörler nochmals für die Einladung, und der RCÖ-Gründer Dieter Rösch überreichte der Dirigentin des Partner-Chors Myriam Haas eine hübsch verpackte Sammlung seiner Weine zum „Kehlen-Ölen“ bei der nächsten Probe.

Nach dem Medley „The letter“ und „It’s so easy to fall in love“ – wie viele andere auch vom Tenor Helmut Ritter arrangiert – hielt es das Publikum kaum noch auf den Sitzen. Ihrem Dank verliehen die Zuhörer mit Händen und Füßen lautstark Nachdruck – neben Fußstampfen verschmolz der stürmische Applaus schnell zu einem lang anhaltenden rhythmischen Klatschen, und der RCÖ setzte mit der Zugabe „Bohemian Rhapsody“ von Queen einen fulminanten Schlusspunkt.

Nach der Pause betrat der „Manhattan Jazz Choir“ zu stimmungsvoller Musik seiner vierköpfigen Band (Klavier, Gitarre, Bass und Schlagzeug) beschwingt und winkend die Bühne und stellte sich hinter den Notenpulten auf. Die Dirigentin Myriam Haas nahm ebenfalls schwungvoll ihren Platz ein. Die 19 Sängerinnen und neun Sänger folgten bereitwillig ihren Vorgaben und vermittelten ebenfalls pure Lust an der Musik.

Nostalgische Erinnerungen

Die Titel wurden in Französisch von verschiedenen Mitgliedern des MJC angekündigt, und es folgte ein Feuerwerk diverser englischsprachiger Lieder, die speziell mit jazztypischen Schluss­harmonien und Gesten für gute Laune sorgten. Der Hit „Love my music“ schien dabei direkt aus den Herzen zu sprechen. Bei Frank Sinatras „Just the way you look tonight“ und „They can’t take that away from me“ von Ella Fitzgerald und Louis Armstrong kamen nostalgische Erinnerungen auf, ehe beim bekannten Bobby-Hebb-Klassiker „Sunny“ das Publikum mitwippte und -sang.

Mit einem beeindruckenden Trommel- und Bandintro startete „Once in my life“, in dem erneut Sänger und Sängerinnen als Solisten auftraten. Beim begeisternden „Jambalaya“ setzten alle Sänger Hüte auf, die sie am Ende in die Höhe warfen. Nach „Boogie shoes“ aus dem Saturday-nightfever-Soundtrack und „Don’t stop the music“ folgte mit „Jump“ ein Song, den auch der RCÖ seit dem letzten Jahr im Repertoire hat. Allerdings hatten beide Chöre unterschiedliche Arrangements einstudiert, was einem gemeinsamen Vortrag der Van-Halen-Hymne entgegenstand.

Nach diesem offiziell letzten Programmpunkt feierten die Zuhörer den „Manhattan Jazz Choir“ ebenfalls mit Stampfen und begeistertem Beifall, der sich bald in einem Takt vereinigte und ebenfalls eine Zugabe forderte. Mit einem schwungvoll-mitreißendem Medley aus „Get around“, „Let’s do the twist“, „I feel good“ und „Footlose“ ging der musikalische Teil des Abends zu Ende. Anschließend ließen viele Sänger und Besucher den harmonischen Abend bei persönlichen Gesprächen ausklingen.

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