Weil am Rhein Eine hochwertige Darbietung

Die 32 Musiker unter Hildebrands Leitung bilden einen homogenen Klangkörper. Foto: Silke Hartenstein Foto: Weiler Zeitung

Spätherbst in Märkt und das Jahreskonzert der Zollkapelle Freiburg gehören seit langem untrennbar zusammen. Seit 52 Jahren zeigen Zöllner aus der Region mit Konzerten für die Region ihre musisch-musikalische Seite. Auch diesmal überzeugte das Blasorchester unter Otto Hildebrands Leitung das Publikum in der sehr gut besetzten Altrheinhalle.

Von Silke Hartenstein

Weil am Rhein-Märkt. Mit Thiemo Kraas „A little Opening“ und strahlenden Fanfaren eröffneten sie einen musikalisch hochwertigen und abwechslungsreichen Konzertabend. Im Anschluss begrüßte Matthias Heuser, Regierungsdirektor und stellvertretender Leiter des Hauptzollamts Lörrach die Zuhörer, Kollegen und Vertreter der Partnerbehörden.

Volker Künzle verstorben

Ein Mann fehlte an diesem Abend und die Musiker trugen Trauerflor. Am vergangenen Montag, so Heuser, hätten sie vom Tod Volker Künzles erfahren. Künzle, der seit 2004 das Hauptzollamt Lörrach leitete, habe die Zollkapelle sehr am Herzen gelegen, sagte Heuser: „Ich glaube, er hat kaum ein Jahreskonzert verpasst.“ Die Musiker halten ihn fortan in positiver Erinnerung und ehrenvollem Gedenken – und machten das, was an diesem Konzertabend ihre Aufgabe war, nämlich Musik.

Homogener Klangkörper

Längst schon haben die 32 Musikerinnen und Musiker unter Hildebrands Leitung zu einem homogenen Klangkörper zusammengefunden. Mit sauberer Intonation, sicherer Rhythmik und Dynamik wechselten sie souverän von einer Stilrichtung zur anderen. Einer der Höhepunkte war die bewegende musikalische Umsetzung eines großen Schrittes für die Menschheit: Mit Otto Schwarz‘ „Apollo 11 – Mission to the Moon“ nahmen sie die Zuhörer mit zur noch erdenschweren, doch dynamischen Stimmung vor dem Raketenstart, zählten gemeinsam den Countdown herunter und ließen mit einem mitreißenden Crescendo die Rakete gen Himmel steigen. Auf Stakkati der Blechbläser, unterlegt von einem federleicht treibenden Schlagwerk, folgte die schwebend-schwerelose Reise durch das All, straffe Klänge eröffneten die Landung und mit einem kraftvollen Tusch setzte Apollo 11 auf der Mondoberfläche auf.

Geschmeidig wechselte das Orchester sodann zu Astor Piazzollas „Libertango“, das Thema mal mehrstimmig aufgefächert, mal im weichen, eleganten Tutti, mal im Piano mit sparsamer Instrumentierung und stets straff unterlegt vom mitreißenden Tangorhythmus.

Ein Kopfkino

Es folgten ein feuriger US-Marsch und großes mysteriöses Grusel-Kino mit Danny Elfmanns „Music for a Darkened Theatre“. Mit Hans Zimmers „Movie Milestones“, eleganten Klarinettenläufen, schmetternden Hörner- und Posaunenklängen und lieblichen Querflöten führten die Musiker das Kopfkino weiter. Ein letztes Medley widmete sich Hits der Neuen Deutschen Welle und auf Hubert Kahs im Tanzorchesterstil und mit schönem Gesangspart interpretierten „Sternenhimmel“ folgte großer, lang anhaltender Applaus. Erst nach der dritten Zugabe ließen die Zuhörer das Orchester von der Bühne gehen.

Im Anschluss gab es Tanzmusik bis nach Mitternacht, diesmal mit Alleinunterhalter Christian Olivieri, dazu die Tombolaverlosung und die Bewirtung durch die Helfer der Sportvereinigung Märkt-Eimeldingen.

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