Weil am Rhein Eine Zweigstelle als neue Option

Die Instandhaltung des Tierheims beschäftigt die Verantwortlichen kontinuierlich. Foto: wz/Marco Fraune

Weil am Rhein - Der Tierschutzverein Weil am Rhein mit seinem Tierheim kümmert sich um Hunde, Katzen und Nager. Nicht nur Weiler Tiere kommen dort unter, sondern auch aus Lörrach oder Basel. Im Gespräch mit Marco Fraune gibt Tierheimleiterin Leonie Moser einen Überblick über die Vielzahl der Tiere, um die sich die Aktiven gekümmert haben – und zeigt auf, was noch anliegt. Unter anderem wird überlegt, eine Außenstelle aus der Taufe zu heben.

Wie hat sich das Tierheim in Weil am Rhein in der zurückliegenden Zeit entwickelt?

Wir haben sehr viele ehrenamtliche Helfer dazu gewonnen und sind sehr dankbar über so viel Hilfe, denen die Tiere auch so am Herzen liegen wie uns.

In der Region gibt es aber auch einen Fachkräftemangel. Wie sieht es bei Ihnen im Tierheim aus?

Wir versuchen uns immer weiterzubilden. Auch die Ehrenamtlichen haben zum Teil einen Sachkundenachweis. Das ist für unseren Verein und die Tiere wichtig.

Frage: Gibt es denn Kapazitätsengpässe?

Wir haben Probleme mit verhaltensauffälligen Hunden, die schwer zu vermitteln sind. Diese belegen teilweise Monate oder sogar Jahre einen Platz in unserem Tierheim.

Welche Rolle spielt bei Hunden hier das Aneinandergewöhnen in Form von gemeinsamen Spaziergängen?

Das Spazierengehen spielt eine sehr große Rolle. Hier kann man Trainingseinheiten einbauen und die Mensch-Hund-Beziehung verbessern. Alle unsere Hunde kommen mindestens zwei Mal täglich raus aus dem Tierheim.

Wie stellt sich konkret die finanzielle Situation beim Tierheim dar, also Betriebskosten, Zuschüsse und Spenden?

Unsere Betriebskosten setzen sich hauptsächlich aus Personal- und Tierarztkosten zusammen. Zuschüsse bekommen wir von der Stadt Weil am Rhein und Efringen-Kirchen. Unsere Kosten werden durch Spenden und durch die oben genannten Zuschüsse größtenteils abgedeckt. Auch unsere Veranstaltungen sind für die Kostendeckung enorm wichtig.

Ein Blick voraus: Wie soll sich das Tierheim in den nächsten Jahren weiterentwickeln?

Ab September werden wir zum ersten Mal einen Lehrling anstellen. Eventuell denken wir über eine Zweigstelle nach, weil wir uns an unserem derzeitigen Standort nicht vergrößern können.

Standen oder stehen allgemeine bauliche Veränderungen schon an?

Wir müssen unsere Zwingeranlage erneuern und eventuell wird auch noch unser Katzenbereich erneuert. Aber das ist noch Zukunftsmusik, und wir sind natürlich immer mit der Instandhaltung des Tierheims beschäftigt.

Wie viele Tiere lebten 2018 eigentlich bei Ihnen im Tierheim?

Wir hatten 35 Abgabekatzen und 37 Fundkatzen, 37 Abgabehunde, 15 Fundhunde und einen beschlagnahmten Hund, 46 Abgabekaninchen und 15 Fundkaninchen, sechs Abgabe-Meerschweinchen, zwei Abgabevögel, drei Fundvögel, drei Abgabechinchillas, ein Fundhuhn und acht Fundschildkröten sowie insgesamt auch zirka 50 Wildtiere.

Und wie viele Tiere konnten vermittelt werden.

Es waren 57 Katzen, 52 Kaninchen, 55 Hunde, drei Chinchillas, eine Maus, acht Schildkröten konnten wir auf Pflegestellen geben sowie zwei Vögel.

Wie lange hat die Vermittlung gedauert?

Im Durchschnitt waren die Tiere zwei Monate bei uns.

Der Countdown läuft! Jetzt bis zum Jahresende gratis lesen. Schnell HIER anfordern.

Umfrage

Corona-Regeln

Die Corona-Infektionszahlen steigen wieder an. Werden Sie Ihre Aktivitäten jetzt wieder verstärkt einschränken und persönliche Kontakte vermeiden?

Ergebnis anzeigen
loading