Weil am Rhein „Er zeichnete, wo immer er auch war“

Dieses Bild von Bowien zeigt einen Blick auf Haltingen und Basel. Foto: zVg Foto: Weiler Zeitung

Weil am Rhein. Wer sich für den Weiler Maler Erich Bowien interessiert, für den lohnt sich bei einem seiner nächsten Besuche im Rathaus vielleicht ein Gang in das erste Obergeschoss, wo einige seiner Werke dauerhaft ausgestellt sind. Dort zeigen zwölf Ölbilder Ansichten – etwa von Ötlingen, Alt-Weil oder dem Rheinhafen aus der Zeit zwischen 1948 und 1967.

Die Stadt besitzt ein weiteres Dutzend Bilder, die im Depot eingelagert sind und beispielsweise zu Sonderausstellungen mit thematischem Bezug gezeigt werden. Bowiens Gemälde sind einerseits von hohem künstlerischen Wert, stellen aber auch eine Art Dokumentation Weiler Motive dar, heißt es in einer Mitteilung der Stadt.

„Der Maler mit der Baskenmütze, dem langen Mantel und den buschigen Augenbrauen arbeitete ohne Unterlass. In seinen ausgebeulten Manteltaschen trug er immer Pastell- und Graphitstifte und Skizzenblöcke bei sich. Er malte, zeichnete und skizzierte, wo immer er auch war…“ So wurde Bowien von Zeitzeugen gerne beschrieben.

2013: Sonderausstellung

2013 bis 2014 widmete das städtische Museum am Lindenplatz dem regional wie international angesehenen Künstler die Sonderausstellung mit dem vielsagenden Titel „Zwischen Geist und Welt“. Wissenswertes über dessen Leben und Wirken ist zum Beispiel in der Broschüre zu finden, die der Museumskreis zur Ausstellung erarbeitet hatte und die noch im Museum erhältlich ist.

Der aus Müllheim an der Ruhr stammende Maler und profunde Kenner der europäischen Kunstgeschichte kam erstmals 1934 mit seinen Eltern nach Weil am Rhein, als der Vater Direktor des neuen Rheinhafens wurde. Ab 1950 machte der weitgereiste Künstler die Stadt zu seinem zweiten Lebensmittelpunkt neben Solingen. 1972 starb er 73-jährig in Weil, wo er in seinem Elternhaus in der Bühlstraße gelebt hatte.

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