Weil am Rhein Farbgewaltige Symbolwelten

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Ulrike Doniés großformatigen Werke haben keine Titel. Den Betrachtern eröffnet das noch mehr Raum für Interpretationen.                                                                                                                                                                      Foto: zVg/Stephan Donié

„Farbgewaltige Bilder“ zeigt Kurator Pierre Wechlin unter dem Titel „Spuren“ ab dem 13. Mai in der Städtischen Galerie Stapflehus. Hauptsächlich großformatige Werke der Künstler Ulrike Donié und Giuseppe Masini sind dann ausgestellt.

Weil am Rhein. Obwohl sich Werke und Lebensläufe der beiden Kunstschaffenden deutlich voneinander unterscheiden, gebe es doch Gemeinsamkeiten. So kennzeichnen intensive Farbwelten die Arbeiten beider Künstler und auch im Hinblick auf die vielfältigen Interpretationsspielräume, die ihre Werke eröffnen, gibt es Ähnlichkeiten, teilen die Veranstalter der Ausstellung mit.

Raum für Interpretation

Insbesondere die farbgewaltigen, meist großformatigen Bilder von Ulrike Donié sind offen für Interpretation. Um dem Publikum größtmögliche Freiheit zu eigenen Assoziationen zu geben, haben ihre Werke keinen Titel. Donié komponiert Farben und Formen, in denen die Betrachter Dreidimensionales erkennen können. Schaut man länger hin, kann sich dieser erste Eindruck jedoch wandeln. Was zunächst als „Renaissance-Himmel“ erscheint, kann bei intensiver Auseinandersetzung mit dem Werk etwas ganz anderes werden. „Es geht mir darum, durch das Auslösen archetypischer Urerinnerungen die Frage aufzuwerfen, wie viel Realität überhaupt wahrnehmbar ist“, erklärt Donié ihre Herangehensweise.

Die meisten Bilder von Giuseppe Masini sind ebenfalls großformatig. Sie sind übersät mit ornamentalen Mustern und geheimnisvollen Symbolen. Viele seiner Arbeiten spiegeln Szenen aus dem täglichen Leben, seinem Leben mit der Familie oder mit bekannten Menschen aus den Medien. Manche Motive haben ihren Ursprung in einer uralten Volksreligion, die in Italien noch sehr lebendig sei. Die Figuren seiner Bilder stehen immer in einer Beziehung zueinander. Manchmal ist dieser Bezug offen erkennbar, oft verschlüsselt. Archaische Welten finden sich in seinen Bildern ebenso wie in den gezeigten Keramikfiguren. Der Reiter mit einem Vogel auf der Schulter ist ein wiederkehrendes Sujet seiner Arbeiten.

Masini, der seit 1989 in Basel wohnt, arbeitet dort auch als Geiger im Sinfonieorchester. Daneben hat er immer gemalt und keramische Objekte hergestellt. Seit drei Jahren hat er im Kulturzentrum Kesselhaus ein großes Atelier.

Wechlin, der die Ausstellung kuratiert hat, beschäftigt sich schon seit Jahrzehnten aktiv mit Kunst. Er arbeitet als Berater und Ideengeber für Künstler, Galerien und Museen.

 Die Ausstellung „Spuren“ ist von Samstag, 14. Mai, bis Sonntag, 24. Juli in der Städtische Galerie Stapflehus zu sehen.

Die Vernissage findet am Freitag, 13. Mai, ab 18 Uhr statt.

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