Weil am Rhein Fasnacht, wie sie ihnen gefällt

Weil am Rhein - Vor 44 Jahren gründeten sich die Gränz-Pfluderi-Waggis. Das ist ein guter Grund, am Samstag mit vielen Freunden, Helfern und Gönnern ein zünftiges Fest zu feiern. Mit einem bunten Programm, zu dem auch ein Theaterstück gehört, wird die Männerclique die geladenen Gäste unterhalten.

Als einer der Höhepunkte des Abends in der Festhalle Haltingen werden die Gränz-Pfluderi ihr neues Häs und die neue Larve vorstellen. „Das Häs ist hammermäßig“, freut sich Cliquenchef Peter Hauth. Dafür wurden neue Stoffe und Farben gewählt und die Larve, die aus gaschiertem Papier ist, hat Hauth mit Dieter Weber entworfen. Wie sie aussieht ist noch geheim. Nur so viel: Es wird wieder ein frecher Waggis sein.

Die Clique, die aktuell aus zwölf Aktiven und fünf Kindern besteht, ist auf den Jubiläumsabend bestens vorbereitet. Auf dem Programm steht auch die Ehrung verdienter Narren. Erwartet werden an diesem Abend ab 19.11 Uhr die aus Nordbaden angereisten Philippsburger Geese. Mit dieser Clique sind die Narren seit Jahren befreundet. Ihr Kommen zugesagt haben auch die Gundelfinger Hexen, für die die Gränz-Pfluderi Paten sind. Fetzige Guggenmusik von den Notenhoblern und den Ranzepfiffer soll für beste Stimmung sorgen. Die befreundete Guggemusik Note Caote aus Grenzach stemmt den Service.

Begonnen hat alles am 22. März 1975. Peter Hauth, Jan Behrendt, Werner Basler, Heinz Meier, Horst Sick, Andreas Simon, Rolf Träger, Andreas Billich und Willi Seckinger, das sind die Gründungsmitglieder. Eigentlich waren die damals jungen Männer allesamt im Rhywaggis-Nachwuchs. Doch irgendwie wollten sie frei sein von Reglementierungen und Verboten. Rebellion war angesagt.

Nicht mehr wegzudenken

Und weil die jungen Wilden nicht so ganz in das Konzept passten, kam es auch nicht zur Aufnahme in die Narrenzunft Wiler Zipfel.

„Egal, wir haben Fasnacht gemacht, so wie es uns gefallen hat, wir hatten viel Spaß und den haben wir bis heute“, sagt Hauth. 15 Jahre nach der Gründung war das kein Thema mehr, und heute sind die Gränz-Pfluderi-Waggis nicht mehr aus der Weiler Fasnacht wegzudenken. Seit der Gründung, mit einer kurzen Unterbrechung, ist Hauth Cliquenchef.

Seine Kreativität – er entwarf etwa von 2001 bis 2010 die Plaketten für die Wiler Zipfel – ist beeindruckend. Für die Geburtstagsfeier hat er ebenfalls eine Plakette kreiert, mit der die Gastcliquen geehrt werden sollen. Die Wagen, mit denen die Gränz-Pfluderi-Waggis an den Umzügen teilnehmen, sind stets mit viel Aufwand und Liebe zum Detail gebaut worden. Und wenn die Narren auf ihrem Wagen in Aktion sind, dann können die Zuschauer Waggis pur mit viel Geschnurre, Mimosen und Gemüse erleben. Nur einmal nahmen sie an einem Umzug ohne den Wagen teil. Mit einem Sarg trugen sie die Fasnacht zu Grabe. Der Grund: Der Weg des Buurefasnacht­umzugs hatte sich verkehrt.

Legendär sind die Feste am Buurefasnachtswochenende im Cliquenkeller im Oberbaselweg 36. Aber auch das ganze Jahr über ist die Clique aktiv. Mal gibt es eine Fahrt nach Hamburg, dann das Restlifest, Ausflüge am 1. Mai oder im Herbst. Die Leidenschaft für das Brauchtum verbindet die Männer.

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