Weil am Rhein Firmen wird der Weg geebnet

Über den Weidweg führt die Erschließung durch das frühere Lofo-Eingangstor neben dem Verwaltungsgebäude, das erhalten bleibt. Foto: Marco Fraune Foto: Weiler Zeitung

Mit der Vorstellung des Bebauungsplan-Entwurfs „Auf der Weid“ ist im Bauausschuss der nächste Schritt für die Ansiedlung von Unternehmen im Lofo-Gewerbepark gemacht worden. Der Gemeinderat soll grünes Licht für die Offenlage geben, so das einstimmige Votum. Noch ist unklar, welche Firmen sich dort ansiedeln.

Von Marco Fraune

Weil am Rhein. Ein dicker Papierstapel mit verschiedenen Gutachten sind Bestandteil des B-Plans. „Allein der Umfang zeigt die Bedeutung“, stimmte Erster Bürgermeister Christoph Huber am Dienstagabend ein. Konkret überplant wird damit das ehemalige Lofo-Betriebsgelände plus ein südlich gelegener Teil. Im Gegensatz zum Bebauungsplan-Verfahren, das im Ausschuss mit einer vierten Änderung behandelt wurde, soll es beim Gewerbepark schneller gehen. „Ziel ist, es in einem Wurf durchzubekommen und mit einer Offenlage“, erklärte Huber.

Aktuell geht es um die Vorbereitungen für das neue Gewerbegebiet. „Es steht noch nicht fest, wer sich dort ansiedeln wird“, erklärte Vanessa Sauer von der Stadt- und Grünplanungsabteilung. Doch es würden so nun die planungsrechtlichen Gegebenheiten mit dem Bebauungsplan vorgegeben. Demnach erfolgt die Erschließung des neuen Gewerbeparks über die Lustgartenstraße und die Weidstraße durch das ehemalige Betriebstor in die künftige neue verlängerte Weidstraße bis zu einem neuen Wendehammer.

Unterschiedliche Flächen

Es gibt insgesamt sieben unterschiedlich große Baufelder mit fünf verschiedenen „Nutzungsschablonen“, wie Sauer ausführte. Bewusst habe man sich für große Baufenster entschieden, erklärte der Erste Bürgermeister. So gebe es eine gewisse Flexibilität, und ein „ordentliches Ausnutzen der Flächen“ sei möglich. Die größte Fläche weist 13 500 Quadratmeter auf. Es wird auch eine 5000 Quadratmeter große Fläche angeboten.

Die zulässigen Gebäudehöhen orientieren sich an der Umgebung, im Süden reichen sie bis zu 21 Meter. 80 Prozent der Grundstücksfläche darf zudem bebaut werden, so eine weitere Vorgabe. Eine Dachbegrünung soll auf den zwischen null bis 15 Grad geneigten Flächen erfolgen.

Angesichts von mehreren Bäumen, die auf dem Gelände stehen bleiben, beziehungsweise errichtet werden, sprach die Sachbearbeiterin von einem „sehr grünen Gewerbepark“. Bewusst seien Rotbuchen und der Götterbaum erhalten worden, ergänzte Huber. Zusätzlich würden auch Grünschneisen für eine Belüftung des Areals sorgen. Ebenso gibt es Grünflächen als Ausgleichsflächen. Zum östlich gelegenen Wald hin besteht eine Nutzungseinschränkung, hier muss zudem ein 30-Meter-Abstand eingehalten werden.

Neuer Veloweg

Der Lustgartenstraßenabschnitt im Bereich des Gewerbeparks ist auch Teil des Bebauungsplanverfahrens, da so direkt der Radweg mit integriert werden kann. Vorgesehen ist, dass die Radler von Friedlingen kommend über die Lustgartenstraße etwas später in die Weidstraße abbiegen sollen und dann über den Weiherweg weiter in Richtung Haltingen – sowie in umgekehrter Richtung. Ursprünglich habe man ja vorgehabt, den Weiherweg zu asphaltieren, doch hier habe die Bahn noch einen Strich durch die Rechnung gemacht, erinnerte Huber. Mit der nun gewählten Verlegung der Querverbindung zwischen Weiherweg und Lustgartenstraße entschärfe man eine Unfallgefahrenstelle.

Politik pro Interessenten

Sachkenntnis über den Gewerbepark hatte sich die Politik bereits bei zwei Großbesichtigungen geholt. „Interessentengerecht zugeschnitten“ seien die Flächen, befand Johannes Foege (SPD) nun. Ziel sei die Vermarktung und damit auch die Schaffung von Arbeitsplätzen.

Kritik äußerte Foege angesichts der zahlreichen Gutachten, die für solch ein Bebauungsplanverfahren erstellt werden müssen. Um der Öffentlichkeit dies vor Augen zu führen, forderte er die Verwaltung zu einer Kostenerstellung auf.

Axel Schiffmann (UFW) sorgte sich zudem, dass noch auf Wünsche von Betrieben eingegangen werden kann, Stichwort: flexible Wegebeziehung.

Name für die Straße

Als unproblematisch erwies sich hingegen die Benennung der Fortsetzung der Weid-straße ab dem früheren Lofo-Eingangstor bis zum neuen Wendehammer. Der früher interne Erschließungsabschnitt heißt künftig als öffentliche Straße in Form einer Sackgasse mit Wendemöglichkeit für Lastkraftwagen auch „Weidstraße“. Die Zustimmung des Gemeinderats gilt nach dem einstimmigen Votum des Bauausschusses als Formsache.

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