Weil am Rhein Förderverein wird entlastet

Kindern wird bei den Hausaufgaben geholfen. Foto: sba

Weil am Rhein - Entlastung für das Ehrenamt beim Betreuungsangebot der „Verlässlichen Grundschule“ (VGS): Die Stadt will die Regie ab dem 1. September vom Förderverein der Leopoldschule Förderschule übernehmen. Die Politik ist dafür.

Konkret geht es um die Betreuung der derzeit durchschnittlich 25 Kinder je Tag an der Förderschule, um die sich neben Ehrenamtlichen drei Mitarbeiter mit einem wöchentlichen Stundendeputat von je zehn Stunden kümmern. Statt beim Förderverein sollen diese von der Stadt angestellt werden, erklärte Hauptamtsleitern Annette Huber im Kultur-, Sport- und Verwaltungsausschuss. Dieser empfahl dem Gemeinderat für dessen Sitzung am Dienstag die Zustimmung.

Eine „Erfolgsgeschichte“

Die VGS in Weil am Rhein bezeichnete Huber als „Erfolgsgeschichte“. Mit 43 Kindern gestartet, seien es nun knapp 400 Kinder, womit der sehr große Bedarf der Eltern deutlich werde. Auch an der Leopoldschule zeige sich dies. So habe man an der Förderschule (Schwerpunkt Lernen) mit einer Hausaufgabenhilfe begonnen, doch im Laufe der Zeit sei dies immer komplexer geworden.

Daher bittet der Förderverein darum, dass die Stadt die Aufgaben übernimmt, wobei vor allem der hohe bürokratische Aufwand sowie Probleme bei der Mittelbeschaffung angeführt wurden. Das bisher schon mit der Betreuung betraute Personal könne übernommen werden, wobei sich die jährlichen Personalkosten auf 30 000 Euro belaufen, die Stadt erhält aber auch Zuschüsse. 11 500 Euro müssten aus dem Weiler Etat bezahlt werden. Hinzu kommen noch zahlreiche Ehrenamtliche, die hier mitwirken.

Der Schwerpunkt der Betreuung liegt in einer Hausaufgabenhilfe in kleinen Gruppen bis maximal acht bis zehn Kinder. Das Angebot gibt es montags bis donnerstags von 12 bis 14 Uhr. Künftig soll auch der Freitag hinzukommen. Damit erfolgt eine Angleichung an das seit Jahren bestehende Angebot für Schüler der Leopoldschule Grundschule, was aktuell von 125 Kindern wahrgenommen wird.

Die Stellungnahmen

Oberbürgermeister Wolfgang Dietz gab angesichts des Verweises auf den hohen bürokratischen Aufwand zu bedenken, ob sich die Gesellschaft mit der Perfektionierung ein Bein stellt. Gleichzeitig sprach er dem Förderverein mit der Vorsitzenden Monika Hornemann ein großes Lob und einen Dank für das Engagement aus, dem sich Eva-Maria Bozenhardt (CDU) anschloss.

„Froh und erleichtert“ ist Birgit Hinze-Rauchfuss (UFW), dass die Lösung gefunden wurde. Die Entlastung des Fördervereins von den Personalkosten sei wichtig und richtig. Den Personalansatz erachtete Wolfgang Roth-Greiner (FDP) als richtig.

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