Weil am Rhein Freibad-Öffnung denkbar

Die Vorbereitungen werden bei Laguna so getroffen, dass eine Öffnung zum Wochenende am 3. und 4. Juli möglich sein müsste, heißt es. Foto: zVg/Thomas Dix

Weil am Rhein - Die Öffnung des Freibads in Weil am Rhein rückt in greifbare Nähe. Sollte der Gemeinderat in seiner Sitzung am 29. Juni einen Betrag in Höhe von 250 000 Euro bewilligen, könnte am ersten Juli-Wochenende die Badesaison in der Grenzstadt unter Corona- und Hygienebedingungen eingeläutet werden, wie am Mittwochabend im Nachgang einer Sitzung des Aufsichtsrats der Laguna GmbH mitgeteilt wurde.

Dieser hatte sich zuvor mit der Frage einer eventuellen Öffnung beschäftigt. Es wird zwar eine Beschlussempfehlung geliefert, doch „die weitere Entscheidung liegt nun in den Händen des Gemeinderats“, heißt es. Sollte das Freibad öffnen, würden die genauen Nutzungsregelungen bekannt gegeben.

Laguna-Geschäftsführer Carl Stephan Matti kennt das Verfahren, das auch in anderen Bädern wegen der Pandemie derzeit umgesetzt wird. Angesichts von angenommenen zehn Quadratmetern pro Badegast im Becken ergäbe sich eine Höchstgrenze im Schwimmerbecken von 31 Gästen, im Nichtschwimmerbecken von 93 Gästen.

In Weil am Rhein gibt es die Besonderheit, dass hier alle Betriebsteile der Laguna GmbH technisch, organisatorisch und wirtschaftlich eng zusammenhängen, wie auch in der Mitteilung unterstrichen wird. Das Laguna Badeland bestehe dabei aus dem Freizeitbad, dem Sport- und Hallenbad, der Saunalandschaft und dem Freibad sowie dem Blockheizkraftwerk, welches allen Betriebsteilen dient.

Der Aufsichtsrat hat sich laut eigenen Angaben namentlich mit der Frage auseinandergesetzt, ob es eine vertretbare Möglichkeit gibt, unter den derzeitigen Bedingungen wenigstens das Freibad zu öffnen.

Aufgrund der Schließung des Laguna Badelands seit dem 17. März vergangenen Jahres sei die GmbH wirtschaftlich nicht in der Lage, die Kosten des Betriebs des Freibads zu schultern.

In normalen Jahren würden die Betriebsteile zur Wirtschaftlichkeit der Anlage beitragen. Doch: „Die durch Corona bedingten Verluste werden derzeit durch den städtischen Haushalt getragen“, heißt es weiter. Der Aufsichtsrat habe daher beschlossen, den Gemeinderat zu bitten, einen Betrag in Höhe von 250 000 Euro zur Öffnung des Freibads in den Monaten Juli und August zur Verfügung zu stellen.

Die Bedingungen

Damit würde eine Freibad-Öffnung unter einigen Corona- und Hygienebedingungen möglich werden, listet die Stadt in ihrer Mitteilung auf: Statt das kühle Nass technisch aufzuheizen wird nur auf die natürliche Wasser-Temperatur gesetzt.

Ein Zutritt zum Bad erfolgt lediglich über vorgebuchte Online-Tickets mit Registrierung – es gibt kein Bargeldgeschäft an der Freibadkasse. Damit sollen Warteschlangen vermieden werden.

Das Tarifsystem wird auf Einzelkarten umgestellt, womit es keine Tageskarten oder Zeitkarten gibt. Ähnlich wie in anderen Bädern werden Zutritts-Zeitblöcke festgelegt, so genannte Slots. Hier sind Vier-Stunden-Slots angedacht. Zwischen diesen soll Zeit für Reinigungen und Desinfektionen bleiben.

„In den Zeitblöcken ist die maximale Besucheranzahl aufgrund der Hygienevorschriften und Schutzmaßnahmen begrenzt“, heißt es weiter. Das Duschen soll im Freibad erlaubt sein, ähnlich wie in anderen Bädern auch, Beibehalten will man auch Attraktionen wie die Rutsche.

Während nun die Entscheidung in die Hände des Gemeinderats gelegt wird, werden laut Mitteilung die organisatorischen und technischen Vorbereitungen bei Laguna so getroffen, dass dann eine Öffnung zum Juli-Wochenende (3. und 4. Juli) möglich sein müsste.

Ausgangspunkt der Pläne ist die Corona-Verordnung Bäder des Landes Baden-Württemberg. Sie steckt – abhängig von den Inzidenzzahlen im jeweiligen Landkreis – die Bedingungen ab, unter denen Frei- und Hallenbäder geöffnet werden können.

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