Dichtgedrängte Besucherreihen, viel Spaß und Unterhaltung verzeichnete das Miteinander-Fest, das am Sonntag auf dem Außengelände des Stadtteilzentrums und im Hof der evangelischen Friedensgemeinde veranstaltet wurde.

Von Daniela Buch

Weil am Rhein. Besonders für die zahlreichen Kinder unter den Besuchern war das Fest ein Erlebnis. Für sie waren etliche Spiele und Aktivitäten vorbereitet, vom Kletterturm bis zum Team-Parcours, der die Verbindung zur älteren Generation schuf. Dicht umlagert war stets auch das Polizeiauto „zum Anfassen“. Entertainer Beni Ocker mischte sich unter die Besucher und sorgte mit Kunststücken für Kurzweil. Wie man aus simplem Papier- und Pappmaterial kunstvolle Hüte kreieren kann, demonstrierte Angelika Schilling an ihrem Basteltisch. Mit ihren musikalischen Beiträgen sorgten die „Bond’s Big Band“ und das Duo „Tina und Jo“ für gute Stimmung.

Nunmehr im dritten Jahr in Folge wurde das Fest federführend vom Stadtteilverein Weil am Rhein-Friedlingen veranstaltet und vom Diakonischen Werk im Landkreis Lörrach, der evangelischen Friedensgemeinde, der Organisation für Mütter in der Arbeitswelt sowie der städtischen Wohnbaugesellschaft unterstützt. Gabriele Moll, Vorsitzende des Stadtteilvereins, und Oberbürgermeister Wolfgang Dietz eröffneten das Fest. Bezeichnend für das Miteinander-Fest sei es, gute Begegnungen und Gespräche zu haben und Leute kennenzulernen, meinte Dietz. Es sei ihm jedes Jahr erneut eine Freude zu erleben, wie in Friedlingen gemeinsam gefeiert werde. „Das Miteinander-Fest ist Ausdruck dafür, dass Weil am Rhein, dass Friedlingen eine bunte, lebendige und fröhliche Stadt ist. Es ist schön, das vor Augen zu haben“, sagte er. „Jeder Einzelne trägt dazu bei.“

Auch Landrätin Marion Dammann dankte allen, die das Fest ermöglichten. Sie hob den beispielhaften Charakter für das Miteinander unterschiedlicher Kulturen hervor. „Das Fest zeigt, dass es nicht gegeneinander, sondern nur miteinander geht, und dass so das Zusammenleben auch Spaß macht“, sagte Landtagsabgeordneter Josha Frey (Grüne). Angesichts von aktuellen Entwicklungen in Ländern wie Afghanistan oder der Türkei sei es mehr denn je geboten, die Menschenrechte hochzuhalten und sich in gegenseitigem Respekt zu begegnen, eben so wie es in Friedlingen vorbildlich funktioniere. Landtagsabgeordneter Rainer Stickelberger (SPD), Stammgast der ersten Stunde, würdigte das Engagement der Organisatoren und dabei insbesondere des Stadtteilvereins, der sich das ganze Jahr über um die Belange des Stadtteils Friedlingen kümmere. Bundestagsabgeordneter Armin Schuster (CDU) sah im Fest eine wichtige Signalwirkung für die jetzigen schwierigen Zeiten: „Wir müssen Grenzen überwinden. Grenzen zwischen Jung und Alt, zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund.“ Das Fest gebe Friedlingen ein Gesicht, und die Menschen mit ihren Gesichtern machten gemeinsam Friedlingen aus. „Das ist Demokratie, das ist Integration.“

Unter den Gästen war auch Edeltraud Hugel, die einst in ihrer seinerzeitigen Funktion als städtische Seniorenberaterin in Zusammenarbeit mit der damaligen Stadtjugendpflegerin Monica Ferreira und der städtischen Wohnbaugesellschaft im Jahre 2004 das Miteinander-Fest als Kinder- und Seniorentag ins Leben gerufen hatte, um das gegenseitige Verständnis zu fördern.