Weil am Rhein Für alle Mühen am Ende belohnt

Das Bundesliga-Tischtennis-Team (von links): Vivien Scholz, Izabela Lupulesku, Ievgeniia Sozoniuk, Sophia Klee und Polina Trifonova haben die erste Saison gemeistert. Foto: zVg

Weil am Rhein - Eine erschwerte Saison nimmt ein positives Ende. Die Bundesliga-Tischtennis-Spielerinnen vom ESV Weil am Rhein konnten trotz Corona-Krise als Profisportler weiter trainieren und ihr Können bei Wettkämpfen unter Beweis stellen. Doch mit Quarantäne und Schnelltests war das Training erschwert, wie Co-Trainer Serge Spiess im Gespräch schildert.

Die erste Bundesliga-Saison ist für die Damen der Tischtennis-Mannschaft vom ESV Weil am Rhein beendet. „Es war eine nervenaufreibende Zeit, aber wir wurden mit dem sportlichen Erfolg belohnt“, sagt Co-Trainer Spiess stolz. Denn die Mädels haben ihr Ziel, in den Play-Offs zu spielen, erreicht. Doch bis dahin zu kommen, war für die Mannschaft und die Trainer nicht leicht. Trainieren war für die fünf Bundesligaspielerinnen nach wie vor in ihren Heimatvereinen möglich.

Eine Woche vor dem großen Spiel wurden alle Spielerinnen zusammengetrommelt, um zu trainieren. Problem dabei war nur, dass zwei der Spielerinnen zum Training extra aus dem Ausland – Bulgarien und Serbien – einreisten. „Beide mussten zuerst für fünf Tage in Quarantäne und durften nicht in der Halle spielen.“ Sie wurden dafür extra separat untergebracht.

Um sich trotz Quarantäne-Zeit fit zu halten, trainierten sie mit einem Tischtennis-Roboter. „Das sind ganz tolle Geräte, denn man kann ganze Spielfolgen programmieren“, erklärt der Sportliche Leiter.

In Frankfurt testen

Doch als wenn Quarantäne und abgesagte Wettkämpfe nicht schon genug wären, mussten sie auch noch PCR-Tests erfolgen. „Weil wir einen 24-Stunden-Test machen wollten, um schneller grünes Licht für das Hallentraining zu bekommen, sind wir extra zum Frankfurter Flughafen gefahren und wieder zurück“, erzählt der Co-Trainer.

Nun ist die Saison vorerst beendet, aber wie Spiess sagt: „Nach der Saison ist vor der Saison.“ Das nächste Ziel ist, weitere Sponsoren zu finden. „Wir versuchen uns noch weiter gut zu vermarkten. Denn die Testerei und die Reisen waren sehr kostspielig.“

Um die Damenriege hat sich bereits eine Fan-Gruppe etabliert, die sich auch um das Wohl der Spielerinnen in der Corona-Krise sorgten, so Spiess. Darum hatte der ESV sogar ein Crowdfunding eingerichtet, damit sie die Tischtennis-Spielerinnen in der Pandemie unterstützen können.

Weiter geht es für die Bundesligistinnen im September. Doch nach nur einer kurzen Pause muss wieder trainiert werden. Besonders Tischtennisspielerin Polina Trifonova kann sich keine allzu lange Pause leisten. Denn sie hat sich in Portugal als Ersatzspielerin für die Olympischen Spiele in Japan qualifiziert.

Nächste Saison wird es hart

„Ich hoffe, dass wir uns auf die neue Saison besser vorbereiten können“, sagt Spiess. Aber auch der Lichtblick, dass sich die Situation durch Impfungen und gelockerte Maßnahme ändert, bleibt bestehen. Nichtsdestotrotz wird geschaut, dass alle Spielerinnen „in Form bleiben“, so Spiess mit Blick auf die kommende Saison. In der abgelaufenen Saison gab es nämlich keinen Absteiger, den es aber künftig wieder geben wird. „Nächste Saison geht es um den Klassenerhalt“, betont Spiess.

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