Weil am Rhein Für eine saubere Stadt

Zoë Schäuble
Mit Greifzangen, Eimern und Müllsäcken ausgestattet wird am Samstag gemeinsam Müll gesammelt. Foto: pixabay

Dass in der Stadt Weil am Rhein des öfteren unsachgemäß Müll entsorgt wird, ist ein altbekanntes Problem. Besonders im Weiler Stadtteil Friedlingen ärgern sich die Anwohner über den Müll, der achtlos auf der Straße verteilt wird (wir berichteten). Deshalb soll dort nun eine gemeinschaftliche Müllsammelaktion, ein Clean-up-Day, stattfinden.

Von Zoë Schäuble

Weil am Rhein. „Wegen der Beschwerden sind wir auf die Idee gekommen, einen Clean-up-Day speziell in Friedlingen zu veranstalten“ erklärt Sonia Bekhoucha-Held, die vor rund zwei Jahren ihre Arbeit als Quartiersmanagerin im Stadtteil aufgenommen hat. Am Samstag, 14. Mai, wird im Rahmen des Projekts „Unser Friedlingen“ gemeinschaftlich Müll gesammelt. Teilnehmen könne prinzipiell jeder, sagt Bekhoucha-Held, die sich über Engagement seitens der Bürger freut. Auf jeden Fall an der Aktion beteiligen werden sich einige Schüler der Rheinschule in Friedlingen sowie deren Eltern. Auf dem Schulgelände werde man sich auch am Samstag versammeln und ab 10.30 Uhr mit dem Sammeln beginnen.

Unterstützt wird die Aktion einerseits durch Spenden des Wohnungsunternehmens Vonovia sowie durch die Stadt Weil am Rhein. „Die Stadt übernimmt den Abtransport des Mülls, den die Teilnehmer gesammelt haben“, erklärt die Quartiersmanagerin.

Bislang sei die Resonanz bezüglich der Aktion sehr gut – „es haben sich schon einige angemeldet“, freut sich Bekhoucha-Held. Einen Anreiz für die Teilnehmer gibt es auch: „Jeder, der mitmacht, erhält ein Friedlingen-T-Shirt und zu Beginn gibt es noch Kaffee und Kuchen.“ Am Treffpunkt werden zudem die zum Sammeln notwendigen Müllsäcke, Eimer und Greifzangen ausgegeben. „Damit gestaltet sich die Arbeit etwas leichter.“

Eingeteilt werden alle Teilnehmer am Anfang in sechs Gruppen. „Jede dieser Gruppen erhält einen Plan des Stadtteils und übernimmt das Sammeln in einem bestimmten Gebiet“, erklärt die Quartiersmanagerin das Vorgehen. So könne auch sichergestellt werden, dass nahezu alle Straßen des Stadtteils abgedeckt würden.

Um 13 Uhr kommen die Teilnehmer dann am Abgabepunkt zusammen, „und ab dort übernimmt dann die Stadt und kümmert sich um die Entsorgung“.

Aktion soll auch in Zukunft stattfinden

Im Stadtteil habe es bislang immer mal wieder kleinere Müllsammelaktionen gegeben, jetzt wolle man aber mit deutlich mehr helfenden Händen einiges bewirken, so die Quartiersmanagerin. „Es geht auch darum, bei der Aktion sichtbar zu sein für die Bewohner des Stadtteils, aber auch für andere.“

Auf diesem Weg wolle man auf das Müllproblem aufmerksam machen und gleichsam die Menschen sensibilisieren, ihren Müll nicht einfach auf der Straße zu entsorgen.

Wenn die Aktion gut laufe, werde man am Konzept festhalten und auch in Zukunft weitere Clean-up-Days veranstalten, sagt Bekhoucha-Held.

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