Weil am Rhein Für kreative Aussteller und Besucher

Im Museum am LIndenplatz wird im Juni eine neue Ausstellung gezeigt.Foto: zVg/Valerie Pfaff Foto: Weiler Zeitung

Aktuell sind viele Kulturschaffende durch die Einschränkungen der Pandemie-Bekämpfung in ihrer Arbeit ausgebremst, viele Projekte liegen auf Eis. Auch in den Weiler Museen führten die Schließungen dazu, dass laufende Ausstellungen nicht mehr gezeigt werden konnten und schließlich abgebaut wurden. Das Museum am Lindenplatz blickt zurück und voraus.

Weil am Rhein. Die Ausstellung „Weil Welt Weit. Weiler Spuren in der ganzen Welt“ im Museum am Lindenplatz beleuchtete die Vernetzung von Weil am Rhein mit der Welt und die Mobilität vieler Weiler und Weiler Produkte. Offene Grenzen, internationale Verbindungen, nicht zuletzt durch die Partnerstädte, waren zentrale Aspekte. Covid-19 habe vor Augen geführt, inwiefern diese internationale Mobilität und Vernetzung zum Verhängnis werden kann.

Aus Sicht des Museumskreises unter Vorsitz von Karl Abing und der Kuratorin Barbara Brutscher war die Ausstellung dennoch ein Erfolg, heißt es in einer Mitteilung. Noch nie gab es so viele Leihgeber für eine einzelne Ausstellung im Museum. Mit rund 1000 Besuchern, 75 Prozent fielen dabei auf die Zeit vor der ersten Schließung im März, war die Ausstellung in ihrer Anfangsphase sehr gut besucht. Bedauerlicherweise konnten viele Leihgeber, wie etwa die Partnerstädte, nicht mehr vor Ort ins Museum kommen. Der frischgedruckte Programmflyer wurde nie versendet.

Als Dokumentation, Zeitzeugnis und Dankeschön wurde jetzt ein Film erstellt. Der Film ist ab sofort auf der Homepage der Weiler Museen zu sehen.

Neue Ausstellung ab Juni

Nachdem im vergangenen Jahr keine neue Ausstellung eröffnet werden konnte, ist die kommende für Juni geplant. „Menschen im Museum. #gemeinsam #lebendig #kreativ“ greift die schwierige Situation vieler Kulturbetriebe auf, die derzeit geschlossen sind und denen der Kontakt zu Besuchern und Publikum fehlt. Gezeigt werden Fotoarbeiten der Museumskreismitglieder Karl Abing, Sieglinde und Bernhard Wißgott. Abing hat über Jahre hinweg Menschen in verschiedenen Museen weltweit fotografiert und bringt in seinen Bildern das Wechselspiel zwischen Besuchern und verschiedenen Kunstwerken zum Ausdruck. Das Ehepaar Wißgott dokumentiert hingegen den Weiler Museumsbetrieb, in dem es die Akteure darstellt und so Einblicke hinter die Kulissen der Arbeitswelt „Museum“ gibt, heißt es.

Seit mehr als zwei Jahrzehnten verstehen sich die Museen der Stadt Weil als partizipative Museen. Im Museum am Lindenplatz steht hierfür der Museumskreis, mit dem „#gemeinsam“ Ausstellungen konzipiert werden. In der Vergangenheit war das Museum zudem immer ein Ort „#lebendiger“ Begegnung: treue Besucher, gut besuchtes Rahmenprogramm und die aktive Unterstützung der Bevölkerung durch das Bereitstellen von Leihgaben und sonstiger Informationen. Museumsarbeit ist aber auch ein sehr „#kreativer Prozess“. Dies zeige sich an den Ausstellungsthemen und den Inszenierungen.

Mit Wettbewerb

Der Begriff der Kreativität lasse sich aber auch auf die Besucher ausweiten. Zu Beginn der Pandemie wurde in den USA der Wettbewerb „reeact art and famous painting – Nachstellen von Kunst und berühmten Gemälden (Getty-challenge)“ ins Leben gerufen. Passend zum Thema der kommende Ausstellung hat auch das Museum am Lindenplatz diesen Wettbewerb für Kindergärten und Schulen ausgeschrieben. Die ersten Beiträge sind bereits eingegangen. Die Wettbewerbsbeiträge werden ebenfalls im und vor dem Museum am Lindenplatz im Rahmen der kommenden Ausstellung gezeigt. Eine Jury wird die besten Beiträge prämieren. Ein Teil der Ausstellung wird auch in virtueller Form konzipiert, da auch Kinder aus Frankreich am Wettbewerb teilnehmen und das Triangle in der Weiler Partnerstadt Hüningen das Museum bei diesem Wettbewerb als Partner unterstützt. Die Teilnahmefrist wurde um einen Monat bis zum 15. Mai verlängert.  Alle näheren Informationen finden sich auf der Homepage der städtischen Museen unter www.museen-weil-am-rhein.de.

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